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Fasching

03.03.2019

Tillywurm in Rain: Wenn das Mama Lauda gesehen hätte ...

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13 Bilder
Im Gleichschritt führen die Tillygirls vorbei an Tausenden von Zuschauern.
Bild: Helmut Bissinger

Tillywurm in Rain: Zum Faschingsschlager des Jahres bieten Tausende von Narren ein Spektakel voller Farbe und guter Laune.

Niki Lauda war nicht da. Dafür war der Karnevalsschlager mit seiner Mama aus allen Lautsprechern zu hören. Die Motorsportlegende vermisste niemand der Tausenden von Menschen, die am Sonntagnachmittag die Straßen von Rain säumten. Tillynesien präsentierte sich in prächtiger Feierlaune. So schwappte die Stimmung von den knapp 2000 Teilnehmern im Faschingsumzug schnell auf die Zuschauer am Straßenrand über.

Es war das gewohnt farbenprächtige Spektakel, dominiert von den originellen Fußgruppen in fantasievollen Kostümen. Immer wieder mischten sich Zugteilnehmer unters Publikum, um Süßigkeiten und Alkoholisches zu verteilen. Es wurde gelacht, geschunkelt und gefeixt. Und wer sich der Mühe unterzog, genau hinzusehen, erkannte so etliche lokale Themen. Andere wiederum wählten das Motto entsprechend einer ansprechenden Verkleidung.

Vorneweg marschierte ein Mann, der viele Stunden damit verbracht hatte, das Spektakel der Narren sicher zu machen: Umzugsleiter Michael Weigl. Seit Mitte November hatte er Anmeldungen entgegengenommen, um den Gaudiwurm quer durch Rain zu koordinieren. „Die Sicherheit war das wichtigste Kriterium“, atmete er am Ende auf, „alles hat geklappt.“ Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen hätten Stimmung und gute Laune nicht gelitten. Kein Wunder auch, angesichts schon fast frühlingshafter Temperaturen.

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Viele Hingucker beim Tillywurm in Rain

Hingucker gab es viele: natürlich die feschen Gardemädels der Faschingsgesellschaften aus dem gesamten Landkreis, dann die Schneekugeln der Weißweinfreundinnen Oberndorf, dazwischen Teletubbies, wilde Flocken und Paradiesvögel. Und schließlich Jim Knopf mit seinem Lokomotivführer Lukas. Eitle Pfauen stolzierten durch ein Spalier begeisterter Zuschauer, ebenso Schnecken, Indianer und Comichelden.

Beliebt bei gleich mehreren Gruppen: Söders Idee für eine bayerische Raumfahrt. „Ohne Genehmigung, wie kann das sein? Das geht nur bei den Sheriffs in Rain“, reimten die Mitglieder der Bierkutsch’n Feldheim und spielten damit auf den Skandal um das Verschwinden der historischen Tür in der Polizeistation Rain an.

„Ende gut, alles gut“, mögen sich die Verantwortlichen des Faschingsclubs Rain schließlich gedacht haben. Dass nichts passiert, ist bei einer solchen Großveranstaltung immer ein großer Wunsch. Bei einem solchen Ereignis sind zwei Faktoren dominierend: das Wetter und bei guter Stimmung die Disziplin aller. Beides war in Rain gestern gegeben, da durften die Organisatoren auf dem Komiteewagen ganz am Ende des Zuges auch feiern.

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