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24.01.2020

Tipps: Alternativen zu Seifen und Shampoos

Auch im eigenen Bad lässt sich Plastik vermeiden, sagt Carina Reitmair.
Foto: Alexander Kaya

Auch im Bad zuhause lässt sich Plastik einsparen. Wie man auch in diesem Bereich verstärkt auf Nachhaltigkeit achten kann, verrät unsere Expertin.

Plastik ist überall: beim Einkaufen, im Kinderzimmer, im Küchenschrank. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich, so weit wie möglich auf Plastik zu verzichten. Carina Reitmair, Initiatorin der Plastikfrei-Stammtische in Donauwörth und Thierhaupten und Gründungsmitglied der „Transition Town – Mehr Nachhaltigkeit für Donauwörth“, hat ihr eigenes Leben und das ihrer Familie seit sechs Monaten komplett umgestellt: Neues Plastik kommt fast nicht mehr ins Haus. Sie teilt mit unseren Usern ihre besten Tipps. Dieses Mal geht es um das Thema Bad, konkret um Seifen und Haarpflege.

Es gibt viele Müllfallen im Bad, sagt Reitmair: Nicht nur Plastikverpackungen wie bei Shampoo, Flüssigseife, Zahnpasta, Kosmetik, Wattepads, sondern auch Plastik, das direkt mit der Haut oder dem Körper in Berührung kommt wie Zahn- oder Haarbürsten, Mikroplastik in Kosmetik und Duschgels. „Zuerst sollte man alles aufbrauchen, das da ist oder alles möglichst lange nutzen, um Ressourcen zu schonen“, sagt Reitmair als ersten Tipp.

Vielfältig einsetzbar

Ein Stück Seife ersetzt einige Plastikspender. Aleppo Seife beispielsweise könne optimal für die Körperpflege sowie das Waschen der Haare eingesetzt werden und reduziert Plastikmüll. Wichtig ist bei Seifenstücken die Bioqualität und dass diese frei von Palmöl sind, denn dies ist „auch in Bioqualitiät eine Umweltsünde“. Olivenölseife ist eine rein pflanzliche, palmölfreie und hautverträgliche Seife, auch für sensible Haut oder Neurodermitiker geeignet. Man kann sie vielfältig einsetzen: Waschen des Körpers inklusive Gesicht, Hände und Haare, zum Rasieren, als Handwaschmittel für Feinwäsche, als Spülmittel und zum herstellen von Waschmittel.

Reste wiederverwenden

Eine gute Möglichkeit, Seifenreste aufzubewahren sind Seifensäckchen. Seifenreste einfach in Säckchen/Waschlappen geben und für die nächste Dusche verwenden. Man kann aber auch Seifenreste in Wasser auflösen und als Duschgel oder Flüssigseife nehmen.

Seifenablagen gibt es aus Glas, Keramik, Edelstahl, Holz oder ein Seifenigel aus Kokos und Metall. Man kann auch Badpralinen selbst herstellen, anstatt Badekugeln zu verwenden, die in Plastik verpackt sind.

Arganöl für Körper, Gesicht und Haare – es enthält Vitamin E mit antioxidativer Wirkung, die das Immunsystem stärkt, belebend wirkt und vor Zellschäden schützt.

Im Unverpacktladen

Haarwaschseife statt Shampoo in der Plastikflasche Haarseife als Stück gibt es zum Beispiel im Unverpacktladen. Beim Kauf sollte man Reitmair zufolge auf natürliche Inhaltsstoffe achten. Seifenstücke sind sogar ergiebiger als Shampoo (100 Gramm Haarseife ersetzen 500 Milliliter Shampoo). Da die Haarseife weniger schäumt, sollte man sich Zeit nehmen, um alle Stellen einzuseifen. Sehr kalkhaltiges Wasser mindert die Waschleistung. Man kann festes Shampoo auch selbst machen oder auch Aleppo-Seife/Olivenölseife zum Haarewaschen nehmen. Dabei sollte man aber unbedingt eine sogenannte „Saure Rinse“ mit Apfelessig machen (anstatt einer Haarspülung).

Saure Rinse anstatt Haarspülung Essig mit Wasser mischen und nach dem Haarewaschen im Haar verteilen; eventuell für guten Geruch etwas ätherisches Öl zufügen. Die saure Rinse schließt die Schuppenschicht, die durch den basischen pH-Wert der Seife stärker aufquillt als bei herkömmlichen Shampoos und wirkt wie eine Haarspülung – die Haare werden glatter und kämmbarer. Gut geeignet ist milder Apfelessig, am besten in einer Sprühflasche.

Nur mit Wasser

No-Poo-Methode Haare werden nur mit Wasser gewaschen, um groben Schmutz zu entfernen. Der Fettgehalt der Haare ist verursacht durch die vielen Tenside im normalen Shampoo. Die Haare fetten mit der Zeit immer weniger nach, wenn man nur mit Wasser wäscht. Wichtig: Gut kämmen, um den Talg aus der Kopfhaut gleichmäßig im Haar zu verteilen, sodass es weniger brüchig wird.

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