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  3. Jura: Totes Reh beschäftigt das Gericht

Jura
13.01.2018

Totes Reh beschäftigt das Gericht

Ein Reh wurde bei Mäharbeiten auf einer Wiese überfahren.
Foto: Symbolfoto: dpa/ppl pzi

Ein Landwirt legt Widerspruch gegen Strafbefehl ein. Warum ihn der Jagdpächter angezeigt hat

Es war ein schrecklicher Anblick, der sich dem Donauwörther Stadtrat und Jäger Armin Eisenwinter im vergangenen Mai bot. „Die Läufe des Rehs waren abgemäht und der Torso aufgeschlitzt.“ Eisenwinter ist Jagdpächter eines Areals im Jura, auf dem sich das Unglück abspielte. Er zeigte dessen Besitzer, einen Landwirt, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz an. Nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe verhängt werden, gegen Personen die „ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund töten“.

Weil der Landwirt den erlassenen Strafbefehl nicht akzeptieren wollte, kam es jetzt zur Gerichtsverhandlung in Nördlingen. Dort beteuerte der Bauer, dass er nichts davon bemerkt habe, dass er beim Mähen der Wiese womöglich das Reh erwischt habe. „Sollte ich es doch verursacht haben, tut mir das leid, es war definitiv keine Absicht“, betonte er. Ein möglicher Grund könnte auch gewesen sein, dass er in seiner Kabine saß und einen Gehörschutz trug, erläuterte er. Auch seinem Vater sei nichts aufgefallen, als dieser am darauffolgenden Tag mit dem Heuwender über die Wiese fuhr.

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