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Bildung

12.05.2015

Treffpunkt Technik

Jessica Leopold (links) und Laura Koch sind Schülerinnen der Technikerschule und haben den Tag der offenen Tür organisiert.
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Jessica Leopold (links) und Laura Koch sind Schülerinnen der Technikerschule und haben den Tag der offenen Tür organisiert.

Technikerschule in Donauwörth sieht sich als Garant für solides praktisches Wissen

Die Staatliche Technikerschule Donauwörth ist ein Erfolgsmodell. Darüber waren sich beim Tag der offenen Tür Schüler, Lehrer sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik einig. Unter dem Motto „Treffpunkt Technik“ wurde den über 100 Gästen nicht nur das neu ausgestattete Technikum gezeigt, sondern auch ein Einblick in das weite Feld der Kunststoff- und Faserverbundtechnik gewährt.

Etwa durch den Vortrag „Werkzeugtechnik – Die Basis für innovativen Leichtbau“ von Ralf Drössler, der beim Dietfurter Unternehmen Siebenwurst Modellbau & Formenbau im Vertrieb beschäftigt ist. Er erklärte, warum Faserbundtechnik für Unternehmen immer wichtiger wird. „Wenn im Fahrzeugbau Kosten reduziert werden sollen, dann führt an Thermoplasten kein Weg vorbei. Ganz konkret geht es darum, Stahl mit Kunstfasern zu verbinden und so das Gewicht zu reduzieren.“

Und wie das genau funktioniert, lernen über 50 junge Männer und Frauen seit September 2012 auch in der Donauwörther Technikschule. Thomas Götz gehört zum zweiten Abschlussjahrgang und wird am Ende des Schuljahres die Bildungsstätte als staatlich geprüfter Techniker verlassen. „Ich werde danach zu Siebenwurst zurückkehren“, so der 24-Jährige, „dort habe ich bereits meine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker gemacht.“

Götz ist kein Einzelfall. Viele seiner Mitschüler sind von ihrem Arbeitgeber für die beiden Jahre, welche die Weiterbildung dauert, freigestellt und können dann in die Unternehmen zurückkehren. Auch Jessica Leopold, die zusammen mit einer Mitschülerin für die Organisation des „Treffpunkt Technik“ zuständig war, gehört zu ihnen. Sie hat bei Premium Aerotec in Augsburg eine Ausbildung zur Fluggerätemechanikerin gemacht und würde eines Tages gerne eine Führungsposition bekleiden.

Unwahrscheinlich ist das Michael Quaiser zufolge nicht. Er kennt das Berufsfeld. 2014 hat er selbst die Technikerschule abgeschlossen und arbeitet seitdem als Fachlehrer dort. „Techniker haben durch ihre Berufsausbildung ein solides praktisches Wissen, welches sie hier noch vertiefen können. Das schätzen Unternehmen, die Techniker gerne an der Schnittstelle zwischen Meistern und Ingenieuren beschäftigen.“

Laut Schulleiter Winfried Schiffelholz sind die hervorragenden beruflichen Perspektiven neben der sehr guten Ausstattung und dem großen Engagement der Lehrkräfte verantwortlich für den Erfolg der Donauwörther Technikschule. Mit dem Erreichten will er sich aber nicht zufriedengeben. Schiffelholz möchte die Attraktivität der Ausbildungsstätte durch eine verbesserte Anschlussfähigkeit an die Hochschulen noch weiter steigern. „Momentan sind wir im Gespräch mit der Augsburger Hochschule. Mein Ziel ist es, dass unsere Ausbildungsinhalte dort anerkannt werden und unsere Absolventen direkt in das zweite Jahr eines Bachelor-Studienganges einsteigen können.“

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