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Donauwörth/Rettingen

13.02.2020

Trinkwasser: Keine Keime mehr, aber weiter abkochen

Im Großteil der Stadt Donauwörth und in Rettingen muss das Trinkwasser nach wie vor abgekocht werden.
Bild: Wolfgang Widemann

Dem Landratsamt liegen die Kontrollproben vor: Diese sind zwar ohne Befund, müssen aber erst bestätigt werden. So geht es nun weiter.

Das Trinkwasser muss in weiten Teilen der Stadt Donauwörth und im Tapfheimer Ortsteil Rettingen weiter abgekocht werden. Das hat das Landratsamt am Donnerstagnachmittag mitgeteilt.

In den ersten Kontrollproben konnte zwar kein Nachweis einer mikrobiellen Verunreinigung festgestellt werden. Diese Proben müssen jedoch bestätigt und weitere Proben aus dem gesamten Versorgungsnetz entnommen werden. Daher seien vorsorglich weiterhin die Vorsichtsmaßnahmen in Form des Abkochgebots einzuhalten, heißt es von der Kreisbehörde. Sofern in den nächsten Probeserien aus dem Versorgungsnetz kein auffälliger Befund festgestellt wird, kann die Anordnung wieder aufgehoben werden. Diese müssen jedoch abgewartet werden, heißt es aus der Kreisbehörde.

Am Montag wurden Keime nachgewiesen

Die Vorgeschichte: Aufgrund des Nachweises coliformer Keime in einer Probe im Krankenhaus Donauwörth wurden nach Bekanntwerden des Befundes und Erstinformation des technischen Leiters der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth durch die Stadtwerke seitens des Gesundheitsamts am Montagvormittag verschiedene Schutzmaßnahmen gegenüber dem Krankenhaus angeordnet. Umgehend wurden hierauf im gesamten Krankenhaus weitere Wasserproben entnommen.

Trinkwasser: Keine Keime mehr, aber weiter abkochen

Aufgrund der zusätzlich im Vergleich zu den vorliegenden Trübungswerten der vergangenen Jahre erhöhten Befunde am Hochbehälter Parkstadt und im Ortsnetz Nordheim, dem Nachweis einer coliformen koloniebildenden Einheit im Ortsnetz Nordheim, dem Befund an der Klinik und der vorangegangenen Hochwasserlage konnte nach Beratung mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine Beeinflussung des Trinkwassers nicht sicher ausgeschlossen werden. Daher wurde nach einer Lagebesprechung am späten Montagnachmittag vorsorglich für das Versorgungsgebiet des Brunnens eine Abkochanordnung ausgesprochen.

Sicherheitschlorung am Dienstag

Bereits am Dienstag, ebenfalls auf Anordnung des Gesundheitsamtes, konnte eine Sicherheitschlorung innerhalb des Krankenhauses in die Wege geleitet werden. Nun wurden dem Gesundheitsamt die Befunde der Wasserproben vom Montag aus dem Krankenhaus Donauwörth vorgelegt, die mikrobiologisch nicht zu beanstanden sind.

An der Stelle der ursprünglich auffälligen Probe in der Donau-Ries-Klinik Donauwörth befand sich ein Probenahmehahn. Dem Gesundheitsamt wurde mitgeteilt, dass hier nach Ausbau eine mögliche Verkeimungsquelle im Bereich der Anschlussstelle vorgefunden worden sei.

Leitungen ausgiebig gespült

Es erfolgten unter den bereits ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen ausgiebige Spülungen der Leitungen. Ein neuer Hahn wurde am Mittwoch nach Auskunft der Stadtwerke installiert.

Die Endbefunde der Kontrollproben der Stadtwerke vom Montag, die schwerpunktmäßig erneut am Eingang der Klinik, um das Krankenhaus und in der angrenzenden Wohnsiedlung entnommen wurden, liegen nun vor und sind ebenfalls mikrobiologisch unauffällig.

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