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Prozess

03.09.2012

Trotz Klageerfolg ist alles beim Alten

Nach 14 Gerichtsverfahren scheint der Streit um das Windrad in Ammerfeld ein juristisches Ende gefunden zu haben. Doch einen echten Sieger sucht man vergebens.

Marxheim-Burgmannshofen/München Das Windrad von Ammerfeld (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) hatte noch keinen Rotorenschlag gemacht, da hat es schon die Gerichte beschäftigt. Seit zwei Jahren dreht es nun schon gemächlich seine Runden, doch erst vor Kurzem scheint ein finaler Schlussstrich unter den Justizmarathon gezogen worden zu sein. Immer wieder gab es Beschwerden wegen der nach Meinung etlicher Bürger zu lauten Geräusche der Rotoren und immer wieder traf man sich deshalb vor Gericht.

Zuletzt sprach das Oberlandesgericht in München ein Machtwort und stellte sich damit auf die Seite von zwei Klägerpaaren aus Marxheimer Ortsteil Burgmannshofen. Das Gericht schenkte einem Gutachten Glauben, das dem Windrad impulshaltige, sprich eintönig hämmernde Geräusche bescheinigte, die als besonders nervig und störend empfunden werden können. Dagegen wurden zwei weitere Gutachten, die zu einem gegenteiligen Ergebnis kamen, als unzureichend beurteilt. Betreiber Herbert Kugler hat nun dafür Sorge zu tragen, dass dieses hämmernde Geräusch abgestellt oder reduziert wird, damit sich die Lautstärke des Windrads im gesetzlichen Rahmen bewegt.

Das Oberlandesgericht bestätigte damit ein Urteil, das bereits ein gutes halbes Jahr zuvor das Landgericht Augsburg in vorheriger Instanz gesprochen hatte, und wies damit die Berufung Kuglers zurück.

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Doch so einfach, wie sich das Urteil in seiner 26-seitigen Begründung liest, ist die Praxis nicht. Denn Kugler und vor allem der Windradhersteller Enercon behaupten steif und fest, dass die Rotoren keine impulshaltigen Geräusche von sich geben. Entsprechende Gutachten hätten dies auch bestätigt. Über 3000 Windkraftwerke desselben Typs habe der Hersteller aus dem ostfriesischen Aurich bereits verkauft, und noch nirgendwo hätte es Probleme mit hämmernden Geräuschen gegeben. Für Enercon ist deshalb das Urteil von höchster Brisanz.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Donauwörther Zeitung.

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