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Konzert

15.04.2015

Türkischer Marsch und Copacabana

Das Akkordeonorchester Mertingen hat nicht nur Klassik und volkstümliche Melodien gespielt, sondern auch Filmmusik und lateinamerikanische Rhythmen.
Bild: Hutzler

Das Mertinger Akkordeonorchester tritt mit den Goißlern und Plattlern auf

Das Akkordeonorchester Mertingen und die heimischen „Goißler“ und „Plattler“ haben über den Mertinger Kulturkreis zum Konzert eingeladen – und aus nah und fern kamen die Zuhörer, um die Darbietungen mitzuerleben. Der Leiter des Orchesters, Josef Deffner, hatte ein stilistisch weit gefächertes Programm erarbeitet, das von der Klassik über volkstümliche Melodien, die die Goißler und Plattler optisch bereicherten, bis hin zu Filmmusik und lateinamerikanischen Tänzen reichte.

Mit dem bekannten Charakterstück „Heinzelmännchens Wachtparade“ von Kurt Noack leitete das Orchester die kurzweilige Veranstaltung ein, ehe die Akteure sich an das berühmte Rondo „Türkischer Marsch“ von Mozart wagten. In einem gelungenen Arrangement intonierten die Ersten Stimmen die anspruchsvollen Läufe perlend und duftig, während die anderen Stimmen durch die Begleitung klangliche Akzente setzten und so den Charakter der türkischen Musik, der sogenannten Janitscharenmusik, unterstrichen. Urig-bayerisch erklangen darauf der „Watsch’n-Tanz“ und der „Schnacklwalzer“, die von den Schuhplattlern mit ansprechender Choreografie getanzt wurden. Großer Applaus war den engagierten Tänzern gewiss.

Nach den bayerischen Einlagen betrat das Orchester lateinamerikanische Gefilde und leitete mit dem Tango „Blauer Himmel“ von Josef Rixner in ein Metier über, wo das Akkordeon oder Bandoneon eines der tragenden Instrumente ist. Fetzige Rhythmen und wunderbar phrasierte, triolische Melodieverläufe erklangen in der temperamentvoll vorgetragenen Samba „Copacabana“ von Ribberio de Barro. Daneben wurde das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt der Filmmusik genommen. Beginnend mit den „Pirates oft the Caribbean“ ging es mit einem Potpourri aus Melodien des Komponisten Morricone, der hauptsächlich Italo-Western vertont hatte, ab in die Prärie zu den legendären Cowboys. Dazwischen bereicherten die Goißlschnalzer mit dem „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ und dem Marsch „Alte Kameraden“ das Programm, ehe das Orchester von Joey Tempest „Final Countdown“ spielte.

Franz-Xaver Ries, langjähriger Pädagoge in Mertingen, verband wortgewandt die Musikstücke mit launigen und kurzweiligen Anekdoten und Anmerkungen und trug so sicherlich mit zum Gelingen des Abends und zur Erheiterung des Publikums bei.

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