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Harburg-Ebermergen

12.11.2016

Überflutung sorgt für Unmut

Nach einem Starkregen lief der Morschbach am Dorfplatz in Ebermergen über. Das Hochwasser floss an dieser Stelle nach links in die Badgasse.
Bild: wwi

War das Hochwasser in Ebermergen vermeidbar?

Ein Starkregen hat Ende Mai den Morschbach in Ebermergen über die Ufer treten lassen. Das Ereignis wirkt nach und war nun heiß diskutiertes Thema in der Bürgerversammlung im Gasthaus zur Brücke.

Die Fluten des Bachs ergossen sich in jener Nacht über den Dorfplatz an der Linde in die Badgasse und liefen dort in einem Anwesen in den Keller, in dem sich auch die Garage befindet. Der Hauseigentümer schilderte in der Versammlung, zu der rund 100 Interessierte kamen, die Folgen: Einen Meter hoch stand die Brühe in dem Gebäude. Das Auto und Einrichtungsgegenstände waren kaputt. Sachschaden: rund 18000 Euro. Damit nicht genug: Der Mann rutschte auch noch auf der nassen Kellertreppe aus, verletzte sich und musste eine Woche im Krankenhaus verbringen.

Der erzürnte Anwohner sieht die Schuld für die Überflutung bei der Stadt: Die pflasterte vor etwa zwei Jahren den Bereich um die Linde neu, weil sich dort große Pfützen gebildet hatten. Bei der Maßnahme sei jedoch die Fläche am Dorfplatz um bis zu 15 Zentimeter angehoben worden, so der Ebermergener. Folglich fließe das Hochwasser aus dem Morschbach, der entlang der Angelgasse ins Dorfzentrum verläuft, nicht in Richtung Reisbach und Wörnitz, sondern „biege“ in die Badgasse ab.

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Bürgermeister Wolfgang Kilian konterte, an der Straße sei „nichts verändert“ worden. Bei einem derartigen Starkregen-Ereignis könne man einfach nichts machen. In den vergangenen 25 Jahren sei im Morschbach nie so viel Wasser gekommen. Außerdem liege das Haus einfach am tiefsten Punkt der Badgasse.

Den Ausführungen des Rathauschefs widersprachen mehrere Ebermergener energisch. Der Dorfplatz habe jetzt ein anderes Gefälle, hieß es: „Das Wasser kann nicht mehr ablaufen.“ Früher habe der Morschbach allein nie ein Problem in der Badgasse verursacht. Auch die Ausführungen von Stadtbaumeister Klaus Schindler, der ebenfalls beteuerte, dass die Fluten auch vor der Neupflasterung keinen anderen Weg genommen hätten, konnten die Gemüter nicht beruhigen.

Ein Bürger schlug schließlich vor, man sollte sich die Situation doch vor Ort anschauen. Vielleicht könne ja eine Art Mulde hin zum Reisbach das Problem lösen. Kilian sagte zu, es werde ein Treffen geben: „Schauen wir, was möglich ist.“ Gleichzeitig zeigte er sich aber skeptisch, dass eine Lösung gefunden wird. (wwi)

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