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Tagmersheim-Blossenau

10.10.2019

Überholt ohne freie Sicht: Schwerer Unfall

Ein schwerer Unfall, bei dem zwei Autos nahezu frontal kollidierten, hat sich bei Blossenau ereignet.
Bild: Wiemann/BGB Movieproductions

Eine 22-Jährige will bei Blossenau an einem 40-Tonner vorbeiziehen. Dabei kann sie die Gegenfahrbahn nicht einsehen. Dort aber kommt ein anderes Auto. 

Einen schweren Unfall beim Überholen hat es am Mittwochabend bei Blossenau gegeben. Das teilt die Polizei mit.

Eine 22-jährige aus dem Jurabereich war um 20.55 Uhr mit ihrem Auto auf der Staatsstraße von Warching kommend in Fahrtrichtung Blossenau unterwegs. Dort wollte sie einen Sattelzug überholen, wählte hierzu allerdings den Beamten zufolge „die völlig falsche Örtlichkeit“. Direkt vor einer beginnenden Rechtskurve, am Anfang einer Kuppe, setzte die Autofahrerin – obwohl keinerlei Möglichkeit bestand, die Gegenfahrbahn einzusehen – verbotenerweise zum Überholen des 40-Tonners an. Kurz nach dem Ausscheren auf die kollidierte sie nahezu frontal mit dem entgegenkommenden Passat eines 63-jährigen Oberbayern.

Pkw samt Anhänger von der Fahrbahn geschleudert

Durch die Wucht des Aufpralles wurden beide Wagen und der Anhänger des 63-Jährigen von der Fahrbahn geschleudert. Die Verursacherin erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort nach ambulanter Behandlung entlassen. Der Fahrer des anderen Autos wurde mittelschwer im Halsbereich und durch Schürfwunden verletzt und per Rettungswagen in die Donau-Ries-Klinik nach Donauwörth gefahren.

Glücklicherweise kam es bei beiden Verkehrsteilnehmern zu keinen schwereren Verletzungen, so die Gesetzeshüter. Beide Pkw mussten als Totalschaden abgeschleppt werden, der Sachschaden beträgt insgesamt rund 30000 Euro. Die Freiwillige Feuerwehr war mit 20 Einsatzkräften vor Ort. Aufgrund des groben Fehlverhaltens beim Überholen wurde gegen die Verursacherin ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, eingeleitet.

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