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Genderkingen

16.09.2020

Verfolgungsjagd zwischen Genderkingen und Nordheim

Ein Polizist hat einen Raser gestoppt, der zwischen Genderkingen und Nordheim unterwegs war.
Bild: Wolfgang  Widemann (Symbolbild)

Ein junger Mann rast hemmungslos von Genderkingen nach Nordheim. Ein Polizist verfolgt und stellt den 23-Jährigen. Dem droht jetzt großer Ärger.

Ein junger Mann ist mit seinem Auto am frühen Montagabend auf der Kreisstraße von Genderkingen nach Nordheim hemmungslos gerast. Das meldet die Polizei. Auf der Strecke kam es demnach zu haarsträubenden Szenen. Gegen den 23-Jährigen laufen nun strafrechtliche Ermittlungen.

Der Temposünder fiel gegen 19.10 Uhr in Genderkingen einem Polizisten der Inspektion Rain auf, der sich vom Dienst auf dem Heimweg befand. Der Beamte registrierte, dass der ältere, schwarze VW Golf mit „wesentlich überhöhter Geschwindigkeit“ auf der Hauptstraße in Richtung Donauwörth unterwegs war. Der Beamte nahm mit seinem Pkw die Verfolgung des Fahrzeugs auf, um den Verkehrssünder zu stellen. Dieser beschleunigte – so schildert die Polizei – nach dem Ortsende von Genderkingen auf über 160 bis 175 km/h – und hielt diese Geschwindigkeit auch im Tempo-80-Bereich in Höhe des Flugplatzes.

Der 23-Jährige schneidet mit seinem Auto die Kurven

Der Polizist folgte in gewissem Abstand – und sah, wie der 23-Jährige die Kurven auf diesem Teilstück der Kreisstraße schnitt: Sprich: Er war so schnell, dass er die Gegenfahrbahn benutzen musste. Wäre in diesen Momenten ein Fahrzeug entgegengekommen, hätte dies verheerende Folgen gehabt, verdeutlicht Ralf Schurius, Leiter der Inspektion Rain.

Verfolgungsjagd zwischen Genderkingen und Nordheim

Mit über 100 km/h durch Nordheim und bei Rotlicht über die Ampel

Der 23-Jährige ließ sich durch nichts bremsen. Auf Höhe der Abzweigung nach Hamlar überholte er einen Pkw – trotz Überholverbot. Das Ortsschild von Nordheim beeindruckte den Raser ebenfalls nicht. Mit mutmaßlich über 100 „Sachen“ rauschte er in das Dorf. Auf Höhe der Abzweigung zur Rosenstraße gab er zusätzlich noch einmal richtig Gas, um etwa 100 Meter weiter an der großen Kreuzung noch über die grüne Ampel zu kommen. Diese schaltete jedoch laut Polizei vorher auf Rot, sodass der Fahrer nach mindestens zwei Sekunden Rotlicht in die Kreuzung einfuhr. Auf dieser bog er nach rechts in Richtung Donauwörth ab. Um die Kurve zu kriegen, benötigte der junge Mann eine Vollbremsung.

Der Raser ist im südlichen Donau-Ries-Kreis schon mehrfach negativ aufgefallen

Auf der Rainer Straße gelang es dem nachfolgenden Polizisten, der sich in den Dienst versetzt hatte, schließlich, den 23-Jährigen anzuhalten. Bei der Überprüfung des Fahrers, der aktuell in Donauwörth wohnhaft ist, stellte sich heraus, dass dieser im südlichen Donau-Ries-Kreis schon mehrfach negativ aufgefallen war – wegen massiver Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Deshalb war er auch schon angezeigt worden.

Bei der Raserei am Montag wurde nach Auskunft der Inspektion glücklicherweise niemand gefährdet. Dem jungen Mann erwartet neben einer Mitteilung an die Führerscheinstelle dennoch ein Ermittlungsverfahren. Grundlage ist der 2017 neu eingeführten Tatbestand „Verbotenes Kraftfahrzeugrennen“. Darunter fallen Schurius zufolge auch jene Fälle, in denen der Fahrer sich grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

Die Polizei sucht Zeugen der Verfolgungsjagd

Die Polizeiinspektion Rain bittet Verkehrsteilnehmer, die am Montag gefährdet wurden, oder Zeugen, sich zu melden. Telefon: 09090/7007-0. (wwi/dz)

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