Harburg-Ebermergen Die gute Nachricht: Der Ausbau der B25 östlich von Ebermergen geht voran und – wenn weiter alles glatt läuft – kann noch in diesem Jahr wohl auch gleich noch der nächste Abschnitt zwischen Harburg und Ebermergen fertiggestellt werden. Die schlechte Nachricht: Durch die Arbeiten wird die Bundesstraße zwischen Donauwörth und Ebermergen von Mitte Juni an für vier Wochen nur noch in eine Richtung befahrbar sein. An einem Wochenende wird die Hauptverkehrsachse im Donau-Ries-Kreis sogar komplett gesperrt.
Mit diesen Neuigkeiten wartete das Staatliche Bauamt Augsburg gestern bei einem Ortstermin auf. Bekanntlich bekommt die B25 derzeit zwischen der Bahnunterführung nahe Binsberg und Ebermergen auf einer Länge von 2,1 Kilometern einen zusätzlichen Fahrstreifen in Richtung Nördlingen. „Wir sind im Zeitplan“, erklärte Michael Kordon, Bereichsleiter Straßenbau der Behörde. Noch vor den Sommerferien solle der Verkehr auf dem 2,3 Millionen Euro teuren Abschnitt fließen.
Bis es soweit ist, rollt der Verkehr aber weiter bei Tempo 60 auf der stark verengten Fahrbahn. Vom 11. bis 29. Juni, so teilte Bernd Hager vom Staatlichen Bauamt gestern mit, geht von Donauwörth in Richtung Harburg auf dem genannten Abschnitt nichts mehr. In dieser Zeit stehe nur noch der Streifen in Richtung Donauwörth zur Verfügung. Der überörtliche Verkehr soll über Monheim, Wemding und Fessenheim nach Nördlingen geleitet werden.
Drei Tage ist die Straße ganz gesperrt
Vom Freitag, 29. Juni, bis Sonntag, 1. Juli, bekommt die verbreiterte B25 östlich von Ebermergen die oberste Asphaltschicht. Folge: Für diese drei Tage muss die Bundesstraße ganz gesperrt werden. Anschließend ist die Verbindung nochmals für eine Woche nur in Richtung Donauwörth frei.
Was Michael Kordon erfreut, ist die Tatsache, dass die Arbeiten an der B25 nahtlos weitergehen. Der nächste Bauabschnitt zwischen Harburg (Bahnunterführung) und Ebermergen (Einfahrt am Gewerbegebiet) kann im Sommer begonnen werden. Im Winter wurden bereits Sträucher und Bäume gerodet, im Juni sollen Kordon zufolge vorbereitende Maßnahmen für die künftige Radwegunterführung auf Höhe Brünsee erfolgen. Ziel sei es, bis November auf dem 2,5 Kilometer langen Teilstück den zusätzlichen Fahrstreifen zu bauen. Der läuft auf der einen Hälfte der Strecke in Richtung Ebermergen und auf der anderen Hälfte in Richtung Harburg. Kosten: rund 2,7 Millionen Euro.
Kordon berichtete, dieser Abschnitt sei wegen der unmittelbaren Nähe zur Wörnitz etwas schwieriger zu planen gewesen. Weil gegen den Planfeststellungsbeschluss keine Klagen eingereicht worden seien, habe man nun Baurecht. Wenn beide Abschnitte noch heuer für den Verkehr freigegeben werden können, so der Behördenvertreter, „dann sind wir hier in der Region einen gewaltigen Schritt weiter“.
Georg Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag, erinnerte daran, dass die Abschnitte bei Harburg und Ebermergen Teil eines Gesamtkonzepts seien, mit dem die B25 zwischen Donauwörth und Nördlingen ausgebaut wird. Der Gedanke, diese Strecke gleich komplett vierbahnig zu gestalten, wäre nicht zeitnah zu verwirklichen gewesen.
Gut ausgebaute Straßen für Region wichtig...
Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange (CSU) merkte an, dass die finanziellen Mittel des Staates für die Straßen stabil geblieben seien. „Gut ausgebaute Straßen sind für unsere Region ganz wichtig“, ergänzte Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher (SPD).