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Donau-Ries

24.02.2018

Vermisster lebt im Wald und isst Pflanzen

Eine Streifenbesatzung fand dem Mann auf einem Waldweg.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die Polizei hat im Kreis Donau-Ries einen Vermissten gefunden, der seit dem 9. Februar gesucht wurde. Der 53-Jährige übernachtete nach eigenen Angaben in Wäldern.

Seit Mitte Januar wurde ein 53-jähriger Mann aus dem baden-württembergischen Bad Mergentheim vermisst. Jetzt fand die Polizei den Gesuchten am Donnerstag in einem Waldstück bei Monheim. Er ist wohlauf und wurde von seinem Sohn abgeholt.

Am 9. Februar hatte die Polizei Treuchtlingen den Mann auch per Presseaufruf gesucht. Bei seiner Beschreibung gab sie an, dass er einen auffälligen Stahlhelm trägt. Mit dieser Kopfbedeckung war er in Markt Berolzheim und Treuchtlingen in Bäckereien gesehen worden. Auf seine Spur kamen die Beamten knapp zwei Wochen später durch einen Zeugenhinweis.

Als die Polizei am Donnerstagmittag auf der B2 Geschwindigkeitsmessungen mit einem Laserhandgerät durchführten, sprach ein Verkehrsteilnehmer sie an. Er hatte im Bereich Itzing/Monheim einen Mann neben der Bundesstraße auf einem Waldweg gesehen, der ihm verdächtig vorkam.

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Vermisster hatte in Wäldern übernachtet

Eine Streifenbesatzung ging dem Hinweis nach, fand den Vermissten am genannten Ort und nahm ihn in Gewahrsam. Der 53-Jährige trug zu diesem Zeitpunkt noch immer seinen markanten Stahlhelm. Der Mann wirkte abgemagert, machte aber ansonsten einen ordentlichen und guten Eindruck. Die Beamten nahmen ihn zur PI Treuchtlingen mit, wo sie seinen Sohn verständigten.

Der 53-Jährige erzählte, dass er die ganze Zeit über in den Wäldern im Freien übernachtet hätte, in Unterständen und Bushäuschen geschlafen und sich von Pflanzen ernährt habe. Bis zum Eintreffen des Sohnes, der aus Bad Mergentheim anreiste und seinen Vater in Obhut nahm, wurde der Gefundene mit Brotzeiten der Kollegen versorgt. Er zeigte sich an der Arbeit in einer Polizeiinspektion interessiert. (DZ)

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