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23.07.2010

Viel Betrieb im Heilig-Kreuz-Garten

Viel Betrieb im Heilig-Kreuz-Garten
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Ist für die Organisation des Kindertags zuständig - Felix Späth. Foto: Archiv
Bild: Archiv

Donauwörth Wenn Paula Print, die neugierige Zeitungsente, dieser Tage nach ihrem morgendlichen Bad in der Wörnitz in die Redaktion der Donauwörther Zeitung zurückwatschelt, sieht sie im Heilig-Kreuz-Garten hektisches Treiben. Kinder laufen aufgeregt durch die Gegend, Arbeiter stellen eine riesige Tribüne auf, und Musik erklingt aus allen Richtungen. Natürlich muss Paula sofort wissen, was da los ist. Also blickt sie sich gründlich auf dem großen Platz um. Schließlich entdeckt sie einen freundlich aussehenden Herrn mit weißem Schnauzbart. Vielleicht weiß der ja, warum hier plötzlich alle verrückt spielen?!

In der Tat, der Herr entpuppt sich als Felix Späth von der Stadtverwaltung, und er weiß sehr gut Bescheid: "Ich bin seit 1977 verantwortlich für den Schwäbischwerder Kindertag, der dieses Wochenende hier stattfinden wird." Paula ist begeistert und fragt dem netten Herrn sofort ein Loch in den Bauch, schließlich will sie ja ganz genau wissen, was hier, sozusagen direkt vor ihrer Haustür, passiert. Was ist der Kindertag, welche Arbeit steckt dahinter, und wie wird solch ein Großereignis überhaupt organisiert?

Also beginnt Herr Späth zu erzählen. Ab dem 17. Jahrhundert gab es in Donauwörth zum Abschluss eines jeden Schuljahres ein Ruethenfest, seit 1977 wird der Kindertag in seiner jetzigen Form begangen - als historisches Fest für die Donauwörther, aber auch von den Donauwörther, bei dem Szenen aus der Stadtgeschichte nachgespielt werden. Beteiligt sind die Mangoldschule, die Gebrüder-Röls-Grundschule und die Sebastian-Frank-Grundschule sowie die Fünft- und Sechstklässler der Ludwig-Auer-Schule.

Projektteam gegründet

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Die Organisation ist sehr aufwendig, auch wenn das Fest alle zwei Jahre in ähnlicher Form stattfindet. Dennoch müssen jedes Mal wieder aufs Neue rund 1500 Aktive, davon knapp 1000 Schüler, unter einen Hut gebracht werden. Extra dafür gibt es ein Projektteam, bestehend aus gut 30 Personen, von denen jede für einen Bereich zuständig ist. Die Planungen müssen schon gegen Ende des vorangehenden Jahres beginnen, der eigentliche Aufbau erfordert zwei Wochen intensiver Arbeit. Paula ist beeindruckt.

Felix Späth schmunzelt, denn das ist noch nicht alles. Paulas Augen werden, angesichts des Ereignisses, das hier von überwiegend freiwilligen Helfern auf die Beine gestellt wird, immer größer. Auf der Tribüne haben 2000 Personen Platz, unter ihnen die Eltern der Aktiven, die ein Vorkaufsrecht auf die Sitzplätze haben. Auch das muss natürlich mit den Schulen koordiniert sein, über die die ganze Kommunikation mit den Kindern und deren Familien läuft. Überhaupt nehmen die Schulen einen wichtigen Platz bei der Vorbereitung der Feier ein: Jede ist für feste Szenen und Rollen zuständig und übt diese auch in Eigenregie ein, weiß die Zeitungsente jetzt. Wenn es Probleme gibt, kommen die Leute allerdings meistens zu Felix Späth. Während sich Paula mit ihm unterhält, wird er immer wieder von wichtigen Fragen unterbrochen, oder sein Handy klingelt.

Engagement aus Überzeugung

Also fragt die Ente ihn, ob sich der ganze Stress, den ihm das Fest seit Jahren bereitet, überhaupt lohnt? Der nette Herr Späth lächelt und antwortet: "Uns Donauwörthern sollten unsere Kinder das wert sein." - Wahre Worte, wie Paula findet, und sie beschließt, auf jeden Fall beim Kindertag vorbeizuwatscheln, um sich die Darsteller in voller Aktion anzusehen. (shf)

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