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Programm

03.09.2018

Vielseitige Angebote am Tag des offenen Denkmals

Auf der Harburg kann am Denkmaltag am kommenden Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr die Warnecke-Ausstellung besichtigt werden.
Bild: Widemann

Bis zu 3000 Teilnehmer im Landkreis werden am 9. September wieder erwartet. Was alles zu sehen ist

Am Sonntag, 9. September, findet der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ statt. Anlaufstelle für die offizielle Eröffnungsfeier des Denkmaltags im Donau-Ries-Kreis ist die Evangelische Pfarrkirche St. Jakob in Oettingen. Die Festveranstaltung beginnt um 13.30 Uhr, Kirchenführungen werden ab 14.15 Uhr, Stadt- und Schlossführungen ab 15 Uhr angeboten.

Als Oettingen 1312 durch die Abtrennung von der drei Kilometer entfernten Urpfarrei in Ehingen selbstständige Pfarrei wurde, begann man mit dem Neubau des dreiseitig geschlossenen Chores, der 1326 vollendet wurde. 1430 konnte das Langhaus fertiggestellt werden. 1461 stand der Kirchturm im nördlichen Chorwinkel bis zum Kranz (Jahreszahl 1461 und Wappen an der Nordwand des Turmes). Das Oktogon wurde erst 1565 fertiggestellt. Unter Albrecht Ernst I. wurde der tonnengewölbte Saalbau 1681 barock ausgeschmückt. Im 19. Jahrhundert wurden die spitzbogigen Fenster der Westfassade neugotisch gestaltet. 1904 erfolgte die Erneuerung der polygonalen Treppentürme im Westen. In Oettingen ist es bereits zur Tradition geworden, dass es am Denkmaltag auch Führungen durch die historischen Werkstätten der einstigen Orgelbaufabrik Steinmeyer gibt. Die 1847 gegründete Werkstatt gehörte mit rund 2400 Orgelneubauten und der Restaurierung historischer Instrumente zu den bedeutendsten Orgelbaufirmen Europas. Am 9. September kann zwischen 10.30 und 15 Uhr das derzeit entstehende Orgelbaumuseum besichtigt werden, Führungen werden am Denkmaltag um 11, 12.30 und 14 Uhr angeboten.

Der Denkmaltag im Kreis hat noch weitere Aktionen zu bieten: Wer um 14 Uhr in Nördlingen an der Touristinformation am Marktplatz 2 erscheint, wird zu einer einstündigen allgemeinen Stadtführung eingeladen. Zusätzlich gibt es Dachstuhlführungen um 12.30, 14 und 15.30 Uhr (Anmeldung bis 8. September bei der Tourist-Info, Telefon 09081/84116). Die St. Georgskirche mit ihrem dreischiffigen Hallenbau zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Sakralbauten Süddeutschlands. Ebenso ist in Nördlingen das Wohnhaus Luckengasse 5 von 11.30 bis 15.30 Uhr allgemein zugänglich. Der stattliche Eckbau mit vorkragendem zweiten Obergeschoss und Giebel aus dem Jahr 1478 wird derzeit instandgesetzt.

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In der Gemeinde Marxheim haben am Tag des offenen Denkmals zwei Kirchen ihre Pforten geöffnet: Die romanisch-gotische Kirche St. Vitus Lechsend stammt aus dem 14. Jh. und ist in ihrem Kern eines der ältesten Bauwerke im Landkreis. In den 1720er Jahren kam es zur Verlängerung und Barockisierung, 2015 konnte die Außenrenovierung zum Abschluss gebracht werden. Am Tag des offenen Denkmals werden um 14 und 16. Uhr Führungen durch den örtlichen Kirchenpfleger angeboten.

Ebenso wartet Gansheim auf Besucher. Dort kann die Pfarrkirche St. Nikolaus besucht werden. Die Barockkirche von 1730 mit ihrer mittelalterlichen Chorturmanlage und wertvollen Plastiken ist mit kompletter Ausstattung erhalten.

Ein umfassendes Programm hat Auhausen zu bieten, eingerahmt von Anfangs- und Abschlussgottesdienst in der ehemaligen Klosterkirche (8.45 und 19.30 Uhr). Von 13.30 bis 16 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im evangelischen Gemeindehaus. Um 13.30 Uhr startet eine Kinderführung unter dem Motto „Von Rom nach Jerusalem“. Wer eine Führung zu den Mönchsteinen mitmachen will, trifft sich um 14.15 Uhr am Hauptportal. Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind bei den Führungen auf den Dachboden und in die Türme um 13.30 und 16 Uhr gefordert. Im Anschluss an ein Orgelkonzert mit Organist Reinhold Müller um 15.30 Uhr wird um 16 Uhr eine Kirchenführung angeboten.

Auf der Harburg besteht die Möglichkeit zu einer kostenlosen Besichtigung der Warnecke-Ausstellung mit dem regulären Eintrittspreis in den Burghof von 10 bis 17 Uhr. Die Ausstellung befindet sich in den Räumen des Fürstenbaus und zeigt neben den Gemälden, die der Künstler unter anderem entlang der Romantischen Straße gemalt hat, eine grandiose Aussicht über Harburg und das Wörnitztal.

Auch der Freundeskreis Kloster Kirchheim beteiligt sich. Dabei ist es der Vereinsführung nach Rücksprache mit dem evangelischen Pfarramt gelungen, dass alle Gotteshäuser in der Gesamtgemeinde Kirchheim am Ries von 10 bis 17 Uhr geöffnet sind. Teilweise werden auch informative Führungen durch Vereinsmitglieder angeboten.

Zum Tag des offenen Denkmals werden bundesweit rund vier Millionen Kultur- und Geschichtsfans erwartet, im Donau-Ries-Kreis nehmen gewöhnlich fast 3000 Personen an den verschiedenen Aktionen teil. (pm)

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