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Landkreis Donau-Ries

05.05.2020

Virtueller Spaziergang durch offene Denkmale

Mit digitalen Medien geht es in diesem Jahr beim „Tag des offenen Denkmals“ durch Schlösser, Klöster und andere architektonische Perlen der Vergangenheit. Jetzt können Interessenten ihre Denkmale einstellen.
Bild: Roland Rossner

Plus Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft im Corona-Jahr zu digitalen Angeboten auf. Wer sein Gebäude präsentieren möchte, kann Kontakt aufnehmen und es auf der Homepage einstellen

Der Tag des offenen Denkmals ist Deutschlands größtes Kulturevent für die Denkmalpflege. Üblicherweise öffnen an diesem Tag architektonische Denkmale ihre Türen, um Besucher einzulassen und ihnen auch verborgene Schätze zu enthüllen. Im Corona- Jahr 2020 ist dieses Konzept auf den Kopf gestellt: Auch der Denkmaltag geht neue Wege. Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) als bundesweite Koordinatorin als Konsequenz aus dem Beschluss der Bundesregierung mit, alle Großveranstaltungen bis derzeit 31. August zu untersagen. Die Vielzahl der Veranstaltungen und die Millionen von Denkmal zu Denkmal wandernden Besucher machen aus dem Tag ein risikoreiches Großevent. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft stattdessen dazu auf, Denkmale kontaktfrei und digital zu präsentieren. Dazu bietet die DSD in Kürze allen Veranstaltern Instrumente an, die bei der Umsetzung helfen sollen.

Die Messerschmitt-Stiftung will das bisherige Wohngebäude (rechts) umbauen und optisch dem Schloss (Mitte) sowie dem Hotel (links) in Leitheim angleichen.
Bild: Wolfgang Widemann

Nach intensivem Austausch mit Veranstaltern, Teilnehmern und treuen Besuchern aus dem ganzen Bundesgebiet sieht sich die DSD in der Verantwortung, eine Alternative anzubieten. „Die Stiftung weiß sich mit dieser Entscheidung, die mehr der Vernunft denn dem Herzen folgt, von vielen unterstützt. Für den Tag des offenen Denkmals in seiner beliebten Form müssen einfach zu viele Türgriffe angefasst werden,“ so Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der DSD. „Wir sehen durchaus die Chance, auch in den Folgejahren das Live-Event durch die neu entwickelten digitalen Formate zu bereichern. Davon profitieren alle Menschen, die aus welchem Grund auch immer nicht persönlich einen Blick ‚hinter die Fassaden’ werfen können“.

Ab Juli eine Aktionsseite im Internet

Die Stiftung baut daher auf die Bereitschaft der Denkmaleigentümer und auf die Neugier der Besucher, sich darauf einzulassen. Ab Juli wird auf der Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de eine Aktionsseite angeboten, auf der exklusive Beiträge zu sonst verschlossenen Denkmalen, virtuelle Führungen und spannende Hintergrundinformationen zur Geschichte oder Restaurierungsmaßnahmen zu entdecken sein werden.

Das digitale Angebot gelingt nur mit der Unterstützung durch die lokalen Veranstalter. „Überraschen Sie uns und Ihre Besucher mit neuen Einblicken!“, ruft Sarah Wiechers, Leiterin „Team-Tag des offenen Denkmals“, die Veranstalter auf, sich mit Bild- und Filmmaterial zu beteiligen. Die Stiftung kontaktiert alle bisher angemeldeten Veranstalter und veröffentlicht auf ihrer Homepage Handreichungen, Anleitungen und Tipps zur Umsetzung. Durch das digitale Angebot entfallen das bundesweite Online-Programm und die App zum Tag des offenen Denkmals.

Der Innenraum der prächtigen Klosterkirche von Niederschönenfeld.
Bild: Kinnde

In der Konsequenz zur Entscheidung für den digitalen Tag des offenen Denkmals fällt die bundesweite Eröffnung 2020 aus. In diesem Jahr sollte die Lutherstadt Wittenberg den deutschlandweiten Aktionstag feierlich eröffnen und wird nun Gastgeber 2021 sein.

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