Newsticker
Bundesverfassungsgericht: Corona-Demo in Stuttgart bleibt verboten
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Vom Himmel hoch, da komm ich her

Tradition

29.11.2019

Vom Himmel hoch, da komm ich her

Die Künstlerin Angela Tripi lebt und arbeitet in Palermo auf Sizilien. Sie ist die Schöpferin traumhafter Krippenfiguren. Die hier abgebildete wird in Donauwörth ausgestellt.
4 Bilder
Die Künstlerin Angela Tripi lebt und arbeitet in Palermo auf Sizilien. Sie ist die Schöpferin traumhafter Krippenfiguren. Die hier abgebildete wird in Donauwörth ausgestellt.

Krippenfreunde Donauwörth zeigen Engel und Krippen im Weihnachtszyklus. Inspiriert wird die diesjährige Exposition durch Arbeiten des Künstlers Heinz Franke

Das bekannte Weihnachtslied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ ist das Motto der diesjährigen Krippenausstellung des Krippenvereins Donauwörth. Vom 12. bis 15. Dezember sind im Evangelischen Gemeindehaus zahlreiche Exponate ganz unterschiedlicher Stilrichtungen und Ausprägung zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 11. Dezember, um 18 Uhr. An den Tagen danach ist sie jeweils von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Inspiriert durch die Engelsdarstellungen des heimischen Holzkünstlers Heinz Franke stehen dieses Mal Engel im Fokus, die im Lukas-Evangelium und im Matthäus-Evangelium als „Boten Gottes“ oder als „Heerscharen Gottes“ eine wichtige Rolle spielen. Neben Weihnachtskrippen der Vereinsmitglieder werden auch Engel des überregional bekannten Künstlers Heinz Franke präsentiert.

Aber auch Kinder und Jugendliche einiger Donauwörther Schulen haben sich mit dem Thema „Engel“ beschäftigt und ihre fantasievollen Arbeiten werden ebenfalls Platz in der Ausstellung finden. Die beteiligten Schulen sind: Mangold-Schule, Mädchenrealschule Sankt Ursula, Wirtschaftsschule, Gebrüder-Röls-Schule und Sebastian-Franck-Schule.

Mit seinen Ausstellungen ist der Künstler Heinz Franke bereits weit über Donauwörth hinaus bekannt geworden. Der Bildhauer lebt seit 1947 in Donauwörth und befasst sich seit seinem Ruhestand hauptsächlich mit Holzskulpturen.

Die eigentliche Künstlerin ist für ihn die Natur. Harthölzer, wie zum Beispiel Obst-, Oliven- oder Walnussbäume haben die interessantesten Maserungen und alte Bäume sind für ihn besonders wichtig: Zum einen sind sie, oft aufgrund von Krankheiten, besonders schön und zum anderen erhalten diese „unnützen“ Hölzer, sehr oft für Brennholz bestimmt, ein zweites, wiedergeborenes Dasein. Im Holz sieht er eine Welt voller Einzigartigkeit und Schönheit und das möchte er sichtbar machen. Es gilt, das von der Natur Vorgegebene, die Geschichte zu entdecken und freizulegen, wobei Engel eine wichtige Rolle spielen.

Die Maserung gesunder Bäume zeigt Adern, Ringe und Farbschattierungen. Die Maserung kranker Bäume zeigt natürliche Verwachsungen und Heilungsprozesse. Die Holzmaserungen werden zu Zeichnungen und erzeugen körperhafte Dimensionen.

Beim Rundgang durch seinen Skulpturenpark, der unter Mitwirkung seines Freundes und Künstlers Helmut C. Walter entstanden ist, sind auch Kunstwerke von bekannten Künstlern zu bestaunen. Zu sehen sind Werke von Emst Steinacker, Willi Weiner, Stefan Hampel, Hans Mälzer, Anthony Makurirofa und natürlich und vor allem von Helmut Walter. Diese Kunstwerke sollen in Zukunft einmal an anderer Stelle stehen.

An vielen Orten hat Franke mittlerweile ausgestellt; eine der letzten Ausstellungen war im Kunstmuseum in Erlangen und heuer war er auch beim Kunstpfad Donau-Ries mit Skulpturen aus Stahl vertreten.

Bäume und Wald gehören zu seinem Leben. Alte Bäume sind ein Symbol für Beständigkeit und Zeit und wie Otto Weiss empfindet er: „Die vielen Bäume und die wenigen Menschen – die machen den Wald so schön.“ (dz)

„Vom Himmel hoch, da komm ich her …!“ Donauwörther Krippenausstellung vom 12. bis 15. Dezember im Evangelischen Gemeindehaus (Pflegstraße 32, Donauwörth). Geöffnet von 10 bis 18 Uhr.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren