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Jubiläum

29.11.2019

Vom Schätzle, vom Leaba, vom Essa ond Trinka

Das Bissinger Doppelquartett (von links): Manfred Herreiner, Michael Seiler, Wolfgang Huber, Karin und Jürgen Wahl (die Schlossherren), Albert Hämmerle, Wendelin Kiechle, Josef Oberfrank, Dirigent Roman Bauer und Andreas Gnugesser.
Foto: her

Das Bissinger Doppelquartett begeistert mit Konzert zum 40-jährigen Bestehen

Das festlich beleuchtete Schloss in Bissingen bot den perfekten Rahmen für das Jubiläumskonzert des Bissinger Doppelquartetts, das vor 40 Jahren gegründet worden war, um vor allem das schwäbische Liedgut zu pflegen. Den sozialen Charakter, dem sich die Gruppe dabei ebenfalls immer wieder verschrieben hat, stellte sie auch bei ihrem Jubiläumsauftritt im Schloss unter Beweis. Die Spendeneinnahmen kommen nämlich dem Bissinger Kindergarten und der Sanierung des Pfarr- und Jugendheims zugute.

Mit zwei, fast möchte man sagen „schwäbischen Nationalhymnen“, eröffnete das Doppelquartett: „Hei grüaß di Gott, Ländle“ und „I bin a Schwob“ waren den meisten Zuhörern wohlbekannt. Das „luschtige Leaba“ in schwäbischen Landen und das „Essa ond Trinka“ wurden mit heiteren Liedern wie dem schon vor 40 Jahren gesungenen „Kübele“ sowie mit „A Kräutle und a schweinig’s Fleisch“ oder den „Gschupfte Nudla“ thematisiert. Großen Beifall gab es auch für das feinsinnige, heute nur mehr selten gesungene Kesseltaler Lied „Die Erde braucht Regen“, gefolgt von den nicht weniger ausdrucksstark interpretierten Liedern „I hab amol a Schätzle g’hett“ und „Es flogen zwei Schwalben“. Es folgte ein Abstecher in die Berge mit traditionellen Jodelrufen. Zurück in die heimatlichen Gefilde und zur trauten Zweisamkeit der Geschlechter ging es mit zwei Liedblöcken, die einmal mehr den schwäbischen Humor unter Beweis stellten, etwa bei „Ei Mädle, wenn’s de schnadderat“, bei der „Lispelsusi“ oder beim Lied „Wenn mei Weible am Putza isch“.

Christliche Überlieferung, einmal auf andere Art betrachtet, hieß es dann bei der gesanglichen Präsentation der Geschichte von Adam und Eva und den hintersinnigen Rufen nach dem heiligen Sankt Florian, die einmal mehr schmunzeln ließen.

Die Leistung der acht Sänger stellte Bürgermeister Stephan Herreiner in seinem Grußwort heraus. Sie seien nicht nur Kulturbotschafter weit über das Kesseltal hinaus, sondern auch der beste Beweis für den Satz: „Das beste Instrument, das uns der liebe Gott gegeben hat, ist die menschliche Stimme!“ Mit den Liedern „Scho wieder isch a Liadle g’songa“ und „Schad isch“ und dem traditionell zusammen mit dem Publikum gesungenen „Kein schöner Land“ verabschiedeten sich die acht Sänger, nicht ohne drei Zugaben. An das Konzert schlossen sich noch viele nette Gespräche in geselliger Runde an. (her)

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