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Huisheim

03.11.2016

Von Baustellen und schnellem Internet

Das neue Wohngebiet Kapellenfeld in Huisheim wird weiterhin sehr gut angenommen. Inzwischen sind 14 Bauplätze verkauft und bereits zehn Häuser entstanden.
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Das neue Wohngebiet Kapellenfeld in Huisheim wird weiterhin sehr gut angenommen. Inzwischen sind 14 Bauplätze verkauft und bereits zehn Häuser entstanden.
Bild: Thomas Unflath

Im Gebiet der Gemeinde Huisheim wurde 2016 viel umgesetzt. Zahl der Einwohner ist deutlich gestiegen. Die nächsten Aufgaben warten bereits.

Die umfangreichen Baumaßnahmen in der Oberdorfstraße sowie der Gosheimer Ortsdurchfahrt bestimmen in diesem Jahr das Geschehen in der Gemeinde Huisheim. Neben den zwei inzwischen weit fortgeschrittenen Straßensanierungen informierte Bürgermeister Harald Müller bei der Bürgerversammlung in der Sualafeldhalle die knapp 200 Zuhörer über weitere aktuelle Themen.

„Ein Glücksfall“ sei es gewesen, den früheren griechischen Gasthof in Gosheim erwerben und im Zuge der Maßnahme Ortsdurchfahrt abreißen zu können, erinnerte Müller. Für den Abbruch habe es sogar Fördermittel gegeben. In der fast 40 Jahre alten Sualafeldhalle „fehlt es an vielen Ecken und Enden“, informierte der Bürgermeister. Eine Sanierung in einem Zug sei unbezahlbar, deswegen gehe man Stück für Stück vor. 2016 wurden am Dach und in den Duschen notwendige Verbesserungen durchgeführt.

Die Gemeinde hat inzwischen den Förderbescheid über 621 000 Euro für den Breitbandausbau erhalten. Bis Ende 2018 sollen alle Haushalte über schnelles Internet verfügen. Müller stellte dabei klar: „Dies gilt für Huisheim, Gosheim, Lommersheim und die einzelnen Höfe.“ In Sachen Asylbewerber habe sich auch in Huisheim die Lage beruhigt. 15 Personen wohnen derzeit in einem Privathaus. Eine afghanische und eine irakische Familie besitzen zumindest vorläufiges Bleiberecht. Der Bürgermeister dankte dem ehrenamtlichen Helferkreis für die Unterstützung der Flüchtlinge. Im Baugebiet Kapellenfeld seien inzwischen 14 Plätze verkauft, errichtet wurden bereits zehn Häuser. Und es gebe „erfreulicherweise“ weitere Interessenten, berichtete Müller.

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Weitere Themen 2016: im Forst wurden Rettungspunktschilder angebracht, im Huisheimer Friedhof neue Urnenstelen angebracht, eine Brücke am Graben Richtung Bühl wurde erneuert, das 50-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Anton Hirschbeck gefeiert sowie rund 14 Kilometer an Feldwegen saniert. Zudem sei es „nach vielen Bemühungen“ gelungen, für den Schwerlastverkehr ein Fahrverbot für die Straße bei den Mühlen zu erreichen. Die nahezu komplett ehrenamtlich erbaute Multifunktionshalle der Sportfreunde Gosheim steht kurz vor der Fertigstellung. Müller: „Ein vorbildliches Beispiel, was man gemeinsam erreichen kann.“

Müller präsentierte auch einen Überblick der aktuellen Haushalszahlen. Für die Zwischenfinanzierung der Kanal- und Straßenbaumaßnahmen habe die Kommune einen Kredit von 1,1 Millionen Euro über 30 Jahre aufgenommen. Die Einwohnerzahl ist um 26 Personen auf 1596 angestiegen (648 in Gosheim und Lommersheim, 948 in Huisheim). Im Kindergarten werden derzeit 59 Kinder betreut, davon acht in der Krippe. Im Schulverband mit Fünfstetten sind 48 Kinder in zwei Kombi-Klassen aufgeteilt, in nächster Zeit dürften die Schülerzahlen weiter steigen.

Zum Ende seines Berichts ging Müller auf die zukünftigen Themen ein. Für den neuen Geh- und Radweg zwischen Huisheim und Gosheim seien inzwischen die Aufträge vergeben. Der Rathauschef freut sich bereits: „Dieser Weg wird uns noch mehr verbinden.“ Zudem appellierte Müller an die Bevölkerung, den Recyclinghof rege zu nutzen. Die vom Abfallwirtschaftsverband (AWV) geplanten Einschränkungen habe man noch einmal verhindern können. Der große Recyclinghof in Wemding ist eine starke Konkurrenz, so Müller. Um die Einrichtung aber dauerhaft zu erhalten, müsse sie auch angenommen werden.

Eine größere Baustelle wird es 2017 an der Staatsstraße 2384 vom Ortsende Gosheim in Richtung Wemding geben. Dort ist vorgesehen, die Abzweigung zum Naherholungsgebiet umzugestalten, damit sie übersichtlicher und weniger gefährlich wird. Zudem soll ein Radweg gebaut werden, um die Abzweigung besser zu erreichen. Die Staatsstraße muss deswegen für etwa acht Wochen gesperrt werden. Angesichts der derzeitigen Großbaustellen im Ort meinte Müller: „Auch das kann man schultern.“

Als eine „notwendige Anschaffung“ bezeichnete Müller die neuen Fahrzeuge, welche die beiden Feuerwehren 2017 erhalten sollen. Nach der Ortsdurchfahrt möchte die Gemeinde auch den Dorfplatz in Gosheim neu gestalten. Hierbei sei man auch für Vorschläge aus der Bevölkerung offen, wünscht sich der Bürgermeister eine rege Beteiligung.

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