1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Von Menschen und vom Leben

Kulturtage

16.10.2019

Von Menschen und vom Leben

Tom Lier.
Bild: Hauf

Komponist Tom Lier und recht illustre Interpreten laden am 19. Oktober zum Konzert

„Der Mensch ist bald vergessen“ resümiert der Dichter Achim von Arnim. Er legt somit nahe, uns, bezüglich unseres irdischen Strebens, keiner Illusion hinzugeben, das Leben also nicht so wichtig zu nehmen. Doch erspüren wir nicht manchmal, trotz, oder gerade wegen der Rätsel, die uns das Leben aufgibt, dass sich hinter unser aller Dasein ein Sinn verbergen muss – etwas, das bleibt? Wir staunen und sehnen uns nach einer Antwort. Worauf kommt es an? Wo finden wir Halt und Zuversicht? Was gilt es zu entdecken? Der Donauwörther Musiker und Komponist Tom Lier ist von dieser Thematik fasziniert und hat Gedichte dazu vertont, die nun am Samstag, 19. Oktober, ab 19 Uhr im Kaisersaal in Kaisheim erklingen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Zwei von Tom Liers Liederzyklen sind unter anderem an diesem Abend dabei. „Der Pilger“, benannt nach einem Gedicht von Hermann Hesse und der „Tangerding-Zyklus“ mit Texten der Donauwörther Lyrikerin Charlotte Tangerding. Im Fokus befindet sich darin stets der Mensch im Strom des Daseins. Der Mensch, den Nöten und Gefahren des Lebens ausgesetzt, aber auch getragen von sinnstiftender Liebe und großem Glück.

Die Zusammensetzung der „internationalen“ und einheimischen Interpreten, die an diesem Abend auf der Bühne stehen werden, ist sehr spannend. Tom Lier wurde 1968 in Donauwörth geboren und startete seine musikalische Ausbildung als Schlagzeuger. Er studierte am Berklee College of Music in Boston und lebt und arbeitet als freischaffender Musiker und Komponist in Altisheim. Unter seinen vielfältigen Kompositionen befinden sich neben Chor - und Instrumentalmusik, Werke der Gattung Kunstlied, Singspiele und Musicals zu religiösen Themen und Persönlichkeiten (zum Beispiel „Die Luther-Story“, „Lebendiges Wasser“ und „Sonnengesang“, ein Oratorium über Franz von Assisi). Unter seinen multimedialen Bühnenwerken sei hier auch „Die Seereise“ (2018) erwähnt. Die Tondichtungen im sakralen Bereich beinhalten darüber hinaus eine lateinische Messe für Chor, Solisten und Orgel.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Manuel Kundinger studierte zunächst Orgel, Katholische Kirchenmusik A und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Augsburg. Anschließend besuchte er die Universität der Künste Berlin und beendete mit dem Konzertexamen in Orgel. Er absolvierte zahlreiche Meisterkurse. Parallel zum Studium erhielt Kundinger Gesangsunterricht in München bei Kammersängerin Helena Jungwirth und Kammersänger Claes H. Ahnsjö. Sein Debüt als Bariton war 2007 mit einem Liederabend in Donauwörth. Im Februar 2010 wurde er Preisträger beim internationalen Gesangswettbewerb „Kammeroper Schloss Rheinsberg“, worauf sein erstes Engagement als Opernsänger am Staatstheater Braunschweig folgte. Im Juni 2012 schloss Manuel Kundinger seine Gesangsstudien an der „Wales International Academy of Voice“ bei Dennis O’Neill CBE und Nuccia Focile mit einem Master of Arts ab. Zudem besuchte er weitere Meisterkurse und Auftritte bei und mit namhaften internationalen Künstlern.

Pianist Stéphane Bölingen erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren bei Richard Kratzmann in München. Nach dem Abitur begann er sein Klavierstudium bei Professor Muza Rubackyte (Paris) und Professor Peter Nelson (Trossingen), wo er 2015 sein Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Es folgten zahlreiche Studien und Meisterkurse. Neben Sololiteratur und Kammermusik gilt sein besonderes Interesse der Liedbegleitung. Rege Konzerttätigkeit bei Liedfestivals und Rundfunkübertragungen kennzeichnet seine Laufbahn. Zudem wird er regelmäßig als Korrepetitor bei Meisterkursen namhafter Dozenten engagiert.

Jürgen Lechner, 1959 in Augsburg aus dem „Ei“ geschlüpft, im Berufsleben Augenoptiker, hat das Theater, das gesprochene Wort und die Musik als große Leidenschaft entdeckt. Er schlüpft regelmäßig in tragende Rollen beim Theater Donauwörth (Freilichtbühne), bei der Schützenbühne Schweinspoint, der Bauernbühne Auchsesheim und Bernis Bunter Bühne in Wörnitzstein. Moderationen sowie Lesungen gehören ebenfalls zu seinen Tätigkeiten. Seit 2005 hat ihn nun auch das Musizierfieber erwischt und er spielt die Panflöte. Am Samstag wird er den Konzertabend moderieren.

Die in Augsburg geborene Klarinettistin Lea Hänsel bekam mit sieben Jahren ihren ersten Klarinettenunterricht bei ihrem Vater Harald Hänsel. 2012 wechselte sie an die Sing- und Musikschule der Mozartstadt Augsburg zu Thomas Deisenhofer, und drei Jahre später begann sie ihr Klarinettenstudium an der HMTM Hannover. Sie besuchte Meisterkurse und nahm an zahlreichen Solo- und Duowettbewerben erfolgreich teil. Orchestererfahrungen sammelte sie unter anderem bei der Jungen Norddeutschen Philharmonie, beim Jugendsinfonieorchester des NDR und im Landesjugendorchester Bayern. Letzteres führte sie auf Konzertreisen nach Japan und Italien. Seit März 2019 ist Sie auch festes Mitglied bei der Jungen Deutschen Philharmonie.

Die schwedische Sopranistin Ylva Sofia Stenberg erhielt mit sieben Jahren ihren ersten Musikunterricht. Nach ihrem Studium bei der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover wurde sie in das junge Ensemble der Staatsoper Hannover aufgenommen. 2017 wurde sie mit dem Jenny Lind-Stipendium aus Schweden ausgezeichnet, das sie auf eine einmonatige Konzertreise nach Nordamerika brachte. Im September 2018 gewann Ylva Sofia Stenberg den dritten Preis des internationalen Wettbewerbs der ARD in München und zwei Monate später den ersten Preis des Bundeswettbewerb Gesang in Berlin. Sie ist ab der Spielzeit 2019/2020 festes Ensemblemitglied des Deutschen Nationaltheaters in Weimar. (dz)

Karten gibt es bei der Gemeinde Mertingen, Telefon 09078/960018.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren