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Hanta-Virus

07.07.2012

Vorsicht: Mäuse übertragen gefährliches Virus

Vorsicht: Mäuse können den Hanta-Virus übertragen.
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Vorsicht: Mäuse können den Hanta-Virus übertragen.
Bild: dpa

Neun Personen wurden im Kreis Donau-Ries mit dem Mäuse-Virus infiziert. Das Gesundheitsamt erklärt, wo man sich besonders schnell ansteckt.

Wenn die Tage wärmer werden, denkt man darüber nach mal wieder den Schuppen zu entrümpeln, die Garage aufzuräumen oder den Dachboden zu reinigen. „Doch gerade diese Tätigkeiten sollten mit Vorsicht erledigt werden“, warnt Dr. Thomas Gröpl vom Gesundheitsamt in Donauwörth. Grund dafür ist eine mögliche Infizierung mit dem sogenannten Hanta-Virus, der auch unter dem Namen Mäuse-Virus bekannt ist.

Denn auch in diesem Jahr gibt es wieder infizierte Personen. Allein im Landkreis Donau-Ries sind laut Gesundheitsamt aktuell neun Fälle gemeldet. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt nur zwei Erkrankte. Das Hanta-Virus wird überwiegend von der Rötelmaus, sowie der Brandmaus und der Wanderratte weitergegeben. Die Tiere haben diese Viren intus und können sich gegenseitig damit anstecken, erkranken allerdings nicht daran.

Erreger wird über die Luft verbreitet

Für den Menschen besteht die Gefahr, den Erreger durch die Luft einzuatmen. Da sich das Virus in den Ausscheidungen des infizierten Tieres befindet, ist es wahrscheinlich sich dort anzustecken, wo sich Mäuse häufig aufhalten. Das gilt für Scheunen, Ställe, Kellerräume oder Schuppen, Garagen und Dachböden. Wenn dort geputzt oder gearbeitet wird, wirbelt Staub auf, in dem sich der getrocknete Urin oder Kot befinden kann. So gelangt der Erreger in die Luft, die der Mensch einatmet.

Auch der Biss einer Maus kann die Krankheit übertragen

Auch durch einen Biss einer infizierten Maus kann der Virus übertragen werden. Daher sollte man in so einem Fall „umgehend den Hausarzt aufsuchen“, sagt Dr. Thomas Gröpl. Zu Beginn verläuft die Hanta-Virus-Erkrankung wie eine Grippe mit Fieber. Symptome sind Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. Dieses Virus kann allerdings auch die Nieren angreifen und zum Nierenversagen führen, wenn man nicht behandelt wird. „Doch nicht jeder, der sich angesteckt hat, bekommt automatisch diese Symptome. Trotz Infektion kann diese Krankheit vollkommen unbemerkt ablaufen“, so Dr. Gröpl. Einen Impfstoff um diesem Virus vorzubeugen gibt es noch nicht.

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