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Niederschönenfeld

23.03.2018

Wann es in der JVA losgehen soll

Im Frühjahr 2019 soll die Sanierung und Erweiterung an der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld beginnen, für Ende 2020 ist der Abschluss des ersten Bauabschnitts angepeilt. Aktuell geht man von Kosten von über 20 Millionen Euro aus.
Bild: Archivfoto: Barbara Wild

 Für die großen Baumaßnahmen am Gefängnis gibt es jetzt zumindest einen groben Zeitplan. Erste Arbeiten fanden schon statt

Die ersten Vorzeichen dafür, dass im Bereich der Justizvollzugsanstalt (JVA) Niederschönenfeld etwas Großes passiert, sind schon sichtbar. Doch noch ist unklar, wann die Sanierung und Erweiterung des Gefängnisses startet. Einen groben Zeitplan für den ersten Bauabschnitt gibt es jedoch inzwischen. Das teilte der Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler mit. Demnach sollen die eigentlichen Bauarbeiten für die Gebäude und die neue Mauer im Frühjahr 2019 beginnen.

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Die Baumaßnahmen waren beim Festakt anlässlich des Wechsels an der Spitze der JVA ein Thema (wir berichteten). Damals hieß es, das Projekt verzögere sich erneut. Fackler erkundigte sich anschließend bei der Obersten Baubehörde. Diese erklärte, dass das Staatliche Bauamt Augsburg momentan die Unterlagen für die Ausschreibung für weitere Auftragsvergaben erarbeitet. Ziel sei es, in der zweiten Jahreshälfte 2018 umfangreiche Gründungsmaßnahmen durchzuführen. Die seien nötig, weil der Baugrund im Bereich der Anstalt schwierig sei.

Diese soll bekanntlich eine zum Großteil neue Mauer samt Sicherheitszaun mit einer Gesamtlänge von über 800 Metern bekommen. Die Mauer soll gleichzeitig auf sechs Meter erhöht werden. Die Torwache mit der Sicherheitszentrale wird den Plänen zufolge auf die andere Seite der JVA hin verlegt. Zudem entstehen ein Multifunktionsgebäude und ein Außenlager. Die JVA Niederschönenfeld werde damit „noch sicherer, moderner und zukunftsfähiger“, merkt der Abgeordnete an. Der bekam zur Auskunft, dass die eigentlichen Bauarbeiten im Frühjahr 2019 starten sollen. Die genannten Maßnahmen, die im ersten Bauabschnitt zusammengefasst sind, sollen dann Ende 2020 abgeschlossen sein. Die Kosten dafür summieren sich nach aktuellen Schätzungen auf über 20 Millionen Euro.

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An der Anstalt liefen zuletzt einige vorbereitende Arbeiten. Einzelne Bauwerke wurden abgerissen sowie Hecken und Bäume gerodet. Demnächst, so kündigt Direktorin Mariona Hauck an, werde östlich der JVA ein provisorischer Zaun aufgestellt, um das Baufeld abzugrenzen und gegen das Betreten durch Unbefugte abzusichern.

Die Leiterin des Gefängnisses verdeutlicht gegenüber unserer Zeitung die Dimension des Projekts: „Die Anstalt wird sich von der Fläche her fast verdoppeln.“

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