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Landkreis Donau-Ries

20.04.2019

Wann man am besten echte Osterhasen sehen kann

Die Zahl der Feldhasen in Bayern hat zugenommen. Das hat die Zählung im vergangenen Herbst ergeben.
Bild: Pleul, dpa

Der Jagdverband Donauwörth verrät die geeigneten Tageszeiten. Die Reviere in der Region haben allerdings einen sehr unterschiedlichen Bestand.

Wer echte Osterhasen sehen will, muss früh aufstehen – das wissen die Vorsitzenden des Jagdverbandes Donauwörth, Albert Reiner und Robert Oberfrank aus eigener Erfahrung. „Kurz nach Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang sind die Feldhasen am aktivsten. Deshalb fahren jetzt im Frühjahr bei Dunkelheit die Jäger im Landkreis Donau-Ries mit großen Scheinwerfern durch die Flur. Sie zählen die Hasen in ihrem Revier.“ Die aufgenommenen Zahlen werden dann dem Bayerischen Jagdverband gemeldet und dort ausgewertet.

Rund 27 Feldhasen pro Quadratkilometer besiedeln im Durchschnitt Felder und Wiesen in Bayern, das hat die vergangenen Hasenzählung im Herbst 2018 ergeben. Bundesweit sind es mit elf Hasen pro Quadratkilometer deutlich weniger.

Bis zu 35 Tiere

Die meisten Langohren haben die bayerischen Jäger in Unterfranken und in Niederbayern aufgespürt. „Bei uns ist der Hasenbesatz sehr unterschiedlich“ weiß Reiner. Es gibt Reviere mit bis zu 35 Hasen pro Quadratkilometer im Revier und dann wieder Reviere, die auf der gleichen Fläche lediglich einen Bestand von drei bis zehn Hasen aufweisen.

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2018 hat die Zahl der Hasen im Laufe des Jahres um elf Prozent zugenommen. Das zeigt der Vergleich der Zählergebnisse vom Frühjahr und vom Herbst. Ein wichtiger Grund für den Zuwachs: das herrliche Sommerwetter. Vor allem ein trockenes, warmes Frühjahr sorgt dafür, dass viele kleine Hasen überleben. Anhaltende Nässeperioden dagegen bedeuten für die Junghasen den sicheren Tod.

Klima ist wichtig

Entscheidend für die Zahl der Hasen in Feld und Flur ist neben dem Klima insbesondere die Beschaffenheit des Lebensraumes. Hasen brauchen Hecken und Feldraine, Böschungen und Graswege.“ berichtet Jägervorsitzender Oberfrank. Nur dort finden sie in der intensiv genutzten Agrarlandschaft die Kräuter aus der so genannten Hasenapotheke.

Das ist eine vielfältige Kräutermischung mit Kamille, Kümmel oder Salbei. Nahrhafte Wildkräuter halten die Hasen gesund und sorgen dafür, dass die Junghasen schnell aus dem Gröbsten rauswachsen. Dies wird vom Jäger oder Landwirt durch die Aussaat einer speziell vom Bayerischen Jagdverband entwickelten „Hasenmischung“ unterstützt.

Viele Fressfeinde

Der Feldhase steht auf dem Speiseplan von vielen Fressfeinden. Nicht nur der Fuchs hat den Hasen zum Fressen gern, auch Marder und Wiesel, der Habicht und die Rabenkrähe, Hunde und Katzen. Eine Häsin bekommt drei bis vier mal im Jahr zwei bis vier Junge. Zur Zeit ist „Hasenhochzeit“ angesagt.

Dabei kann man mit etwas Glück beobachten, wie sich Häsinnen und Rammler zur sogenannten „Hasenhochzeit“ treffen. Jedoch ist das mit der Partnerwahl gar nicht so einfach: Bevor die Häsin nämlich entscheidet, mit wem sie sich paart, muss sie von den potenziellen Vätern des Nachwuchses erst durch Kämpfe und Verfolgungsjagden überzeugt werden. Die guten Ergebnisse aus der Hasenzählung lassen hoffen, dass die Kinder beim Spaziergang mit ihren Familien an den Feiertagen wieder einmal echte Osterhasen sehen.

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