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Fünfstetten

12.09.2019

Warum Fünfstettens Bürgermeister aufhört

Werner Siebert, Bürgermeister von Fünfstetten, hört auf. 
Bild: Wolfgang Widemann

 Werner Siebert sieht das Vertrauen zu seinen Gemeinderäten zerrüttet. 

In einer Sitzung des Gemeinderats in Fünfstetten hat sich Bürgermeister Werner Siebert nun erstmals zu den Gründen geäußert, warum er bei der Wahl im März 2020 nicht mehr antreten möchte. Bislang war der Öffentlichkeit nur bekannt, dass der 49-Jährige, der seit 2008 im Amt ist, kein Interesse an einer weiteren Kandidatur hat. Aus den Punkten, die der CSU-Mann jetzt auflistete, lässt sich schließen, dass sein Verhältnis zu einem Teil des Gemeinderats gestört ist und Siebert offenbar keine Vertrauensbasis mehr mit diesen Räten sieht.

Er stehe unter anderem wegen des Umgangstons, der seit 2014 in dem Gremium herrsche, nicht mehr zur Verfügung, teilte der Bürgermeister mit. Was ihm zudem gar nicht gefällt: In der laufenden Periode sei der zwölfköpfige Gemeinderat bei keiner einzigen Veranstaltung vollzählig aufgetreten.

Verhalten im Gemeinderat nicht nachvollziehbar

Schwer getroffen hat den Bürgermeister das Verhalten von fünf Ratsmitgliedern bei einer Abstimmung in diesem Jahr. Dabei ging es eigentlich um eine Formalie. Siebert sollte für die Geschäfte der Kommune im Jahr 2018 entlastet werden. Dies gelang nur knapp mit 6:5 Stimmen. Eine Begründung für das Verweigern der Zustimmung habe es nicht gegeben, so Siebert gegenüber unserer Zeitung.

Die Fünfstettener wählten Werner Siebert im Jahr 2008 erstmals zum Bürgermeister. Einen Gegenkandidaten gab es damals nicht. Bei der Wahl 2014 setzte sich Siebert mit 58,7 Prozent durch. Mitbewerber Thomas Hüttenhofer (PWG – Freie Wähler) kam auf 41,3 Prozent. 

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