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Rain

27.07.2020

Warum den Rainer Schützen ein Preisgeld für Innovation winkt

Die Rainer Schützengesellschaft will auf der Baustelle Gas geben, damit bis Jahresende so viel wie möglich fertig ist.
Bild: Würmseher

Plus Neubau der Anlage der Schützengesellschaft gilt wegen seines Inklusionscharakters als zukunftsweisendes Projekt. Nun nimmt der Verein an einem Wettbewerb teil.

Es ist ein Bauwerk, das in der Geschichte der königlich privilegierten Schützengesellschaft Rain einen historischen Stellenwert hat: Für rund 1,2 Millionen Euro erstellt der Traditionsverein – 1610 wohl als Bürgerwehr gegründet – ein neues Schützenheim mit einer Raumschießanlage. Sie soll behindertengerecht und somit zum Inklusionsschießen geeignet sein. Dieser Aspekt macht das Projekt zu etwas ganz Besonderem, was nun sogar preisverdächtig ist. Denn es wurde für einen Wettbewerb nominiert und steht aktuell zur Abstimmung im Internet ausgeschrieben.

Die Arbeiten am Neu- und Erweiterungsbau sind derzeit in vollem Gange. Wie Bauplaner und Böllerhauptmann Lorenz Grünwald erzählt, will der Verein Gas geben und bis Ende Dezember so weit wie möglich mit dem Neubau fertig sein, um so viel wie möglich von der derzeitigen Mehrwertsteuerersparnis zu profitieren.

Alte Anlage stand kurz vor der Zwangsschließung

Die alte Freiluft-Schießanlage mit vier 25-Meter-Ständen stand kurz vor der zwangsweisen Schließung, da sie den neuen Sicherheitsanforderungen nicht mehr standhielt. Der Fortbestand des Vereins war gefährdet, da er bei Wettkämpfen auf allen Ebenen in der 25-Meter-Disziplin nicht mehr vertreten gewesen wäre.

Nun also ist der Weg in die sportliche Zukunft nicht nur geebnet, sondern auch ein Stück weit beschritten. Damit es finanziell leichter geht, nehmen die Schützen derzeit an einem Wettbewerb teil, der ihnen im Idealfall ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro beschert, das zum Eigenkapital, zu diversen Förderungen und Darlehen höchst willkommen wäre: Der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Augsburg vergibt nämlich in den Kategorien Sport, Soziales, Umwelt, Natur und Bildung jeweils für das Projekt mit den meisten Stimmen diese Summe.

Abstimmung bis 31. Juli

Die Schützengesellschaft Rain hat in der Kategorie Sport ihre neue Schießhalle eingereicht. Und so sieht das Projekt aus:

  • Es ist ein Neubau einer westlich des jetzigen Schützenheims geplanten Raumschießanlage mit zwei Schießbahnen mit jeweils fünf Schießständen für Klein- und Großkaliber sowie für Zehn-Meter-Luftdruckwaffen.
  • Alle zehn Stände werden zum Behindertenschießen und auch zum Blindenschießen (Inklusion) ausgerüstet. Damit soll etwa dem erblindeten Vereinsmitglied Josef Kropfl (bayerischer Meister im Blindenschießen) die Möglichkeit zum Inklusionsschießen eröffnet werden. Da es in Deutschland nur drei Schießstände dieser Art gibt, gilt das als zukunftsweisende Maßnahme.
  • Durch das Öffnen der Mobilwand zwischen Schießtisch und Rückwand soll erreicht werden, dass beim Schießen mit Druckluftwaffen eine Standaufsicht genügt.

Lorenz Grünwald bedankt sich bei der Stadt Rain, beim Abgeordneten Wolfgang Fackler und bei Spendern: „Ohne deren Unterstützung wäre dieses Projekt überhaupt nicht realisierbar.“ Und er appelliert an alle Bürger: „Bitte geben Sie so zahlreich wie möglich Ihre Stimme für uns ab, damit wir die Unterstützung von 3000 Euro bekommen!“

Wer die Schützen unterstützen will, kann bis 31. Juli im Internet abstimmen: https://www.sparda-a.de/genossenschaftsbank-spardaspendenwahl-spardaspendenwahl-vorschlaege/#innernav

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