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25.01.2017

Was die Kälte für die Wildtiere bedeutet

Tiere im Wald haben spezielle Methoden, sich vor Eis und Schnee zu schützen. dabei sollten sie nicht gestört werden.
Bild: Rudi Brix

Für Reh und Co. sind die Minustemperaturen kein Zuckerschlechen. Spaziergänger und Hundebesitzer sollten im Wald Rücksicht nehmen.

Dicke Flocken, klirrende Kälte und wenig Nahrung: Die Jäger im südlichen Landkreis Donau-Ries appellieren angesichts der Minusgrade an die Bürger, Rücksicht auf die heimische Tierwelt zu nehmen.

„Für die Wildtiere ist das eine harte Zeit“, erklärt der Vorsitzende der Jäger, Robert Oberfrank. Denn sie finden im Winter nur spärliche und nährstoffarme Nahrung. Zudem wird ihnen die Fortbewegung bei Schneelage und Kälte erschwert und zehrt an Kräften, Fettreserven und überlebenswichtigen Energievorräten. Um Energie zu sparen, haben Wildtiere eigene Strategien entwickelt: „Sie lassen sich einschneien, um vor Frost geschützt zu sein, und reduzieren ihre Bewegung auf das Mindeste, ihre Körpertemperatur senkt sich ab – sie befinden sich im „Wintermodus“, weiß Jägervorstand Albert Reiner. Deshalb bitten die Jäger um Ruhe im Wald, damit die heimischen Wildarten möglichst ungestört durch den Winter kommen.

Spaziergänger, Nordic Walker, Jogger und auch Radfahrer schrecken Wildtiere unnötig auf. Diese fliehen aus Instinkt und verbrauchen überlebenswichtige Energie. Oberfrank appelliert vor allem aber an Hundebesitzer:„Geben Sie auf die vierbeinigen Freunde Acht, nehmen Sie sie unbedingt an die Leine und bleiben Sie auf den befestigten Wegen, um unnötige Störungen und somit Stress und Strapazen für die Wildtiere zu vermeiden.“

Freilaufende Hunde, die sich außerhalb des Einflussbereiches ihres Besitzers befinden, sind eine besonders große Gefahr für das Wild. Herumtollen auf weiten Feldern oder Durchstöbern von Hecken und Dickungen aktiviert das Fluchtverhalten des Wildes. Laut Jagdgesetz (Art. 40) sei der Jäger verpflichtet, den Jagdschutz in seinem Revier auszuüben und so das Wild vor drohenden Gefahren zu bewahren. Um bei Hundehaltern mehr Transparenz und Information über die Vorgänge in der Natur zu vermitteln, habe der Bayerische Jagdverband eine Informationsbroschüre zu diesem sensiblen Thema herausgebracht. „Je mehr Hundehalter über die rechtlichen Grundlagen und die Zusammenhänge in der Natur Bescheid wissen, desto harmonischer wird das Miteinander zwischen Wild und Hund ablaufen“, sagt Jägervorsitzender Oberfrank. Es sei den Jägern ein großes Anliegen für ein gutes Miteinander zwischen Hundeführern und Jägern zu sorgen. (pm)

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