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Konversion

01.06.2015

Weitere Gelder für neue Flächen

Städtischer Baugrund auf 30 Hektar wird auf dem Gebiet der von der Bundeswehr aufgegebenen Alfred-Delp-Kaserne frei. Die Frage ist: wann? Die Stadt wollte die Kaufverhandlungen mit dem Bund als Eigentümer ursprünglich im Mai abgeschlossen haben.
Bild: dz

Knappheit von Baugebiet rund um Donauwörth soll Abhilfe verschafft werden. Das Finanzministerium unterstützt besonders das Projekt Alfred-Delp-Kaserne – Stück für Stück

Flächen. Das Wort ist im Landkreis wirklich bedeutend: Einerseits braucht man sie für die gewünschten Neuzuzüge, andererseits hat man sie – aber sie sind noch mit alten Gebäuden oder Leerstand bebaut. Das regional drängende Thema „Flächenmanagement“, wofür dem Landkreis vor Kurzem von Staatsminister Markus Söder ein Förderbescheid übergeben wurde, und die Weiterentwicklung der „Marke Donauries“ sind die Schwerpunkte der Arbeit des sogenannten Konversionsmanagements.

Das Lenkungsgremium des Konversionsmanagements hatte sich jüngst zu seiner dritten Sitzung getroffen. Dabei wurden unter Vorsitz von Landrat Stefan Rößle die Projekte für das nächste Jahr beschlossen. Weitere gute Nachrichten gab es zudem vom Bayerischen Finanzministerium.

Christine Stiglbauer vom Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat berichtete, dass nach der Förderung des Flächenmanagements auch die Entwicklung und Umsetzung des Marketingprojektes „Marke Donauries“ zusätzlich gefördert wird.

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Für den entsprechenden Antrag, der vom Konversionsmanagement gestellt wurde, ist bereits ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn erlassen worden. Das Volumen des Antrages beträgt 60000 Euro, wobei 85 Prozent gefördert werden. Somit erhält der Landkreis weitere 51000 Euro als Zuschuss, um die Folgen der Bundeswehrreform bewältigen zu können. Das ist allerdings nur ein kleiner Teil der Kosten für die Umwandlung des Areals in ein Wohngebiet. Insgesamt fördert das Finanzministerium allein die erste Phase des Konversionsmanagements, die von Juni 2013 bis Mai 2016 läuft, mit rund 440000 Euro.

Jenes Management sei auf einem guten Weg, um den Folgen der Bundeswehrreform entgegenzuwirken, so Stiglbauer. Sie informierte das Lenkungsgremium zudem darüber, dass das Konversionsmanagement für eine weitere Förderperiode um zwei Jahre verlängert werden kann. Konversionsmanager Stefan Wieschebrock berichtete unterdessen dem Lenkungsgremium, welche Projekte mit den zusätzlichen Fördermitteln umgesetzt werden sollen. Im Rahmen der Marke Donauries werde unter anderem ein onlinebasiertes Regionsportal erstellt, auf dem Interessierte Informationen zum Arbeiten, Wohnen, Freizeit- und Kulturangeboten in der Region erhalten sollen.

Ziel ist es, das Online-Magazin weiterzuentwickeln. Zudem sollen Maßnahmen durchgeführt werden, um die Ziele und Beteiligungsmöglichkeiten für Private an der Marke bekanntzumachen.

Mit den Mitteln zum Flächenmanagement werden die Kommunen im Landkreis unterstützt, vorhandene Leerstände und Baulücken zu aktivieren. Dies sei vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine Zukunftsaufgabe, um die Attraktivität der Städte und Gemeinden im Landkreis zu bewahren. Sechs Modellkommunen werden dazu im Laufe des Jahres die Eigentümer solcher „Innenentwicklungspotenziale“ anschreiben. Im Anschluss sollen Maßnahmen zur Vermarktung dieser Potenziale erfolgen.

Beide Projekte zusammen sollen auch die Stadt Donauwörth bei der Entwicklung des Kasernenareals unterstützen, erläutert Landrat Rößle: „Mit der Marke Donauries wollen wir gezielt potenzielle Neubürger ansprechen. Wenn wir diese für den Landkreis gewinnen wollen, müssen natürlich auch attraktive Bauplätze zur Verfügung stehen.“

Das Gelände der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne böte hierfür „sehr gute Voraussetzungen“ und könne zu einem begehrten Baugebiet entwickelt werden. „Daher sehen wir es als Aufgabe des Landkreises, die Stadt Donauwörth bei der Vermarktung des Geländes zu unterstützen“, so Landrat Rößle weiter. (dz)

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