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Energie

27.08.2019

Weitere Solarparks für Daiting

Im Juradorf Daiting sollen auf den sonnenreichen Südhängen zwischen Hochfeld und Natterholz weitere Solarparks gebaut werden.
Bild: Barbara Wild

Nachdem die Gemeinde für sechs Solarflächen auf dem Gemeindegebiet bereits grünes Licht hat, stimmt der Gemeinderat jetzt noch zwei weitere Anlagen zu.

Der Investor Greenvest Solar möchte die besondere Lage des Juradorfes Daiting gerne nutzen, um dort groß in die Produktion von Solarstrom einzusteigen. Auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen der sonnenreichen Südhängen zwischen Hochfeld und Natterholz sollten nach erster Planung acht Solarparks entstehen. Gemeinsam hätten sie auf einer Fläche von 16,5 Hektar etwa 16,3 Megawatt Strom für über 5100 Haushalte produziert.

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Bereits Anfang August stellten die Investoren ihr ehrgeiziges Vorhaben im Gemeinderat vor. Bruce Dünker, geschäftsführender Gesellschafter des Starnberger Unternehmens Greenvest Solar, machte klar, warum die Gemeinde das Vorhaben unterstützen muss, denn um die Parks zu verwirklichen, muss Daiting auf den betroffenen Flächen den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan aufstellen. Am Ende eines erfolgreichen Verfahrens darf die Gemeinde dann auf mehr Gewerbesteuer hoffen, denn die Einnahmen aus Stromerzeugung müssen zu 70 Prozent dort versteuert werden, wo die Energie gewonnen wird – also in Daiting.

Damals genehmigten die Räte nach einiger Diskussion sechs der acht geplanten Parks. Einer wurde abgelehnt, bei einer weiteren, 2,3 Hektar großen Fläche auf Gemarkung Daiting wollten sich die Räte vor Ort nochmal ein Bild machen, bevor sie entscheiden.

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Solarparks auf "landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten"

Alle Flächen sind nach einer Bewertung der EU „landwirtschaftlich benachteiligte Gebiete“, in denen aufgrund ungünstiger Standorte oder Produktionsbedingungen die Aufgabe der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung droht. Diese Kategorisierung ist wichtig, denn nur auf diesen Flächen fördert der Freistaat Bayern PV-Parks. Am 4. Juni 2019 hat die schwarz-gelbe Koalition die Zahl der förderfähigen Anlagen von ursprünglich 30 auf 70 erhöht. Genau hier setzt Greenvest Solar an. Daitings Solarparks sollten bei den 40 zusätzlichen Förderprojekten dabei sein.

Da für eine erfolgreiche Umsetzung Fristen einzuhalten sind, hoffte Greenvest auf eine zügige Entscheidung des Rates. Die Ausschreibung für die Förderung, ohne die eine Realisierung unwahrscheinlich wird, läuft im Oktober. Finanziert werden die Parks durch externe Geldgeber, beispielsweise durch regionale Banken oder Stromanbieter wie die LEW. Denkbar ist aber auch die Gründung einer Energiegenossenschaft, sodass sich Bürger mit kleinen Beträgen beteiligen können.

Entscheidung um Aufnahme in Förderprogramm fällt Ende des Jahres

Für die besagte siebte Fläche haben die Gemeindräte nun ebenfalls grünes Licht gegeben. In diesem Park könnte am Ende 2,2 Megawatt Strom erzeugt werden – diese Menge reicht um über 700 Drei-Personenhaushalte zu versorgen. Ein Pachtvertrag mit dem Besitzer hat Greenvest Solar bereits geschlossen.

Nun wird es entscheidend sein, ob die geplanten Parks in das Förderprogramm des Freistaates aufgenommen werden. Dies entscheidet sich im Oktober und Dezember diesen Jahres.

Wie Bürgermeister Roland Wildfeuer auf Nachfrage erklärt, wurde ein weitere Solarpark baurechtlich auf den Weg gebracht. Südlich von zwei bereits angestoßenen Parks beim Ederhof, will der Besitzer unabhängig von Greenvest Solar einen Solarpark bauen. Auch das befürworteten die Gemeinderäte.

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