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16.03.2009

Welche Häuser sind gefährdet?

Donauwörth (pm) - Die Hochwasserereignisse der Jahre 1993,1994, 1999 und 2005 haben dem Landratsamt Donau-Ries und dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth deutlich vor Augen geführt, dass auch die Bewohner der Flussgebiete im Landkreis durch Hochwasser gefährdet sind.

Unter dem Eindruck des Elbehochwassers im Jahre 2002 hat der Bund den Ländern aufgegeben, die an den Flüssen bestehenden Überschwemmungsgebiete unter Berücksichtigung des Klimawandels und der dadurch befürchteten stärkeren Niederschläge neu festzusetzen. Auch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit sah nach den dramatischen Hochwassern die Notwendigkeit, die Überschwemmungsgebiete in Bayern nach neuen Grundsätzen und mit modernster Technik neu zu ermitteln.

Mehrere Veranstaltungen

Das Landratsamt Donau-Ries und das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth informieren ab dem 19. März auf mehreren Informationsveranstaltungen die Bürger an der Donau, Eger und Schmutter über die Gefährdungen durch Hochwasser und über die rechtlichen Konsequenzen, die sich aus der Neuermittlung der Überschwemmungsgebiete ergeben. Jeder Bürger soll sich selbst ein Bild davon machen können, ob auch sein Grundstück künftig von Überschwemmungen betroffen sein wird und ob er mit Beschränkungen hinsichtlich künftiger Bebauung rechnen muss. Er hat dann auch die Möglichkeit, rechtzeitig Vorkehrungen (z.B. Sicherung der Heizöltanks) gegen Hochwasser zu treffen.

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Der Bund und der Freistaat Bayern haben durch Änderung der Wassergesetze den Schutz aller Überschwemmungsgebiete vor jeglicher Veränderung drastisch verschärft und kraft Gesetzes einem Veränderungsverbot unterworfen. Man hat erkannt, dass ein weiterer Verlust von Rückhalteflächen im Hinblick auf die sich durch den Klimawandel verschärfende Hochwassergefahr nicht hinnehmbar ist.

Das Gesetz zur "Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes" sieht zur Festsetzung ein dreistufiges Verfahren vor:

Das Wasserwirtschaftsamt ermittelt die Hochwassergebiete, stellt sie auf Karten dar und übermittelt die Karten an das Landratsamt.

Das Landratsamt gibt die Überschwemmungsgebiete und den Ort, an denen die Karten ausliegen bekannt und sorgt dafür, dass diese im Internet einsehbar sind.

Mit der Bekanntgabe gelten die Überschwemmungsflächen als vorläufig gesichert (in bebauten Bereichen) beziehungsweise als faktische Überschwemmungsgebiete.

In einem letzten Schritt muss das Landratsamt Donau-Ries bis zum 10. Mai 2010 die Hochwasserschutzgebiete durch Rechtsverordnung festsetzen.

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