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Unesco

21.11.2017

Welterbe: Geopark Ries nimmt weitere Hürde

Nationalkomitee sendet Empfehlungsschreiben nach Paris. Das sind die nächsten Schritte

Die Hoffnung, dass der Geopark Ries in die Unesco-Welterbe-Liste aufgenommen wird, lebt. Das Auswärtige Amt hat in einem Schreiben an Landrat Stefan Rößle, Vorsitzender des Geopark-Vereins, mitgeteilt, dass das Nationalkomitee für Unesco Global Geoparks in Deutschland die Bewerbung aus Nordschwaben mit einem Begleitschreiben nach Paris weiterleiten wird. Damit habe der Geopark Ries die erste Stufe geschafft, freut sich Geschäftsführer Günther Zwerger. „Wir versprechen uns natürlich, dass es so positiv weitergeht“, ergänzt Rößle. Er erwartet durch die Initiative eine weltweite Aufmerksamkeit für den Geopark Ries und die Region, die man so durch keine andere Marketingmaßnahme erreichen könnte.

In dem Schreiben betont das Auswärtige Amt nochmals die geowissenschaftliche Bedeutung im internationalen Maßstab und das klare Alleinstellungsmerkmal des Geoparks Ries. Positiv wird auch die gute Einbindung in das Tourismusmarketing und die Vermarktung nachhaltiger regionaler Produkte („Geopark kulinarisch“) gewertet. Aber, und das wird in dem Schreiben ausdrücklich betont, äußerst wichtig sei auch die Gründung des Vereins als Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit gewesen. Vor allem die breite Zustimmung der Kommunen – dokumentiert durch den Beitritt von inzwischen allen beteiligten Landkreisen, Städten und Gemeinden – zeige den großen Rückhalt, den der Geopark in der Region genieße. Zwerger merkt an, man habe sich gegen namhafte Mitbewerber durchgesetzt. Doch wie geht es nun weiter? Ein formloses Schreiben mit der offiziellen Interessensbekundung ist bereits zur Unesco nach Paris verschickt worden. Die deutsche Unesco-Kommission wird die Bewerbung nun ebenfalls nach Paris weiterleiten – begleitet von einer positiven Bewertung. Bis Ende März 2018 werden die eingereichten Unterlagen geprüft und anschließend alle Bewerbungen im Internet veröffentlicht. Anschließend gibt die Internationale Union der Geologischen Wissenschaften (IUGS) eine Bewertung der geologischen Bedeutung des Meteoritenkraters Ries ab. Bis August 2018 ist dann eine Bereisung durch Unesco-Gutachter geplant und danach spricht der Unesco-Geopark-Council eine Empfehlung aus. Der Exekutivrat, der im April 2019 tagen soll, folgt in der Regel der Council-Empfehlung. (dz)

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