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Ferienland

11.05.2015

Weniger Hotelbetten im Landkreis

Immer weiter ausgebaut wird das Radwegenetz im Landkreis Donau-Ries. Ganz neu ist der Wörnitzradweg.
Bild: Widemann

Der Rückgang bereitet dem Tourismusverein Sorgen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Den Verantwortlichen des Tourismusvereins Ferienland Donau-Ries bereitet der Rückgang der Hotelbetten im Landkreis zunehmend Sorgen. Allein im vergangenen Jahr seien rund 100 Betten weniger zur Verfügung gestanden, als in den Jahren zuvor, sagte Vorsitzender Stefan Rößle bei der Mitgliederversammlung des Vereins in der Alten Brauerei in Mertingen. Als Grund hierfür nannte Rößle die oft kurzfristige Unterbringung von Asylbewerbern in Hotels, die damit ihren touristischen Betrieb ganz oder teilweise eingestellt hätten. Ein weiteres Problem ergebe sich durch fehlende Nachfolger in einigen Beherbergungsbetrieben, wenn Hoteliers aus Altersgründen ausscheiden würden. Hinzu komme der Fachkräftemangel in Gastronomie und Hotelerie.

Dennoch gebe es für den Tourismus im Landkreis positive Signale. Mit dem im August in Betrieb gehenden neuen Hotel auf Schloss Leitheim und der Alten Brauerei in Mertingen stünden zwei qualitativ sehr hochwertige Häuser zur Verfügung, die das Problem der fehlenden Betten teilweise kompensieren könnten. Weiter sagte der Landrat, mit der Neubeschilderung der Radwege sei die touristische Infrastruktur deutlich verbessert worden. Damit wolle der Landkreis Donau-Ries neben der Tourismusförderung auch ein umweltpolitisches Signal setzen, weil die Radwege nicht nur von Urlaubern, sondern auch von Bürgern des Landkreises genutzt würden.

Ferienland-Geschäftsführer Günther Zwerger wies in seinem Bericht auf den Rückgang der Übernachtungen im vergangenen Jahr um rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr hin (wir berichteten), der nach vielen Jahren eines permanenten Wachstums zu verzeichnen gewesen sei. Zwerger zeigte sich jedoch optimistisch, den Trend durch neue Angebote, wie etwa den neuen Wörnitzradweg von Schillingsfürst nach Donauwörth, in der laufenden Saison wieder umkehren zu können. Auch durch den zunehmenden Wandertourismus verspricht sich der Geschäftsführer einen erneuten Aufschwung bei den Urlaubsgästen.

Gut aufgestellt präsentiert sich das Ferienland finanziell. Im vergangenen Jahr sei ein Überschuss von rund 78000 Euro zu verzeichnen gewesen, der als Rückstellung für das laufende Jahr verwendet werde, sagte Zwerger. Neu aufgelegt würde in diesem Jahr die Radlkarte des Ferienlandes. Einige Prospekte erhielten ein Relaunch.

Bei den Vorstandswahlen wurde Vorsitzender Stefan Rößle für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso wie seine Stellvertreter Armin Neudert und Hermann Faul. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind die Bürgermeister Gunter Bühler (Bopfingen), Martin Drexler (Wemding) und Hubert Eberle (Oberndorf). Zudem ist Sepp Meyer (Wemding) als Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes im Vorstand vertreten.

Mertingens Bürgermeister Albert Lohner stellte am Schluss der Veranstaltung die neue Alte Brauerei in seiner Gemeinde vor, deren Renovierung und Neukonzeption seiner Kommune rund fünf Millionen Euro gekostet habe.

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