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Körper

30.12.2019

Weniger kann manchmal mehr sein

Fünfmal so viel Zucker wie die abgebildete Menge essen wir statistisch pro Tag.
Bild: Stadler

Wir essen zu viel Zucker. Das macht sich oft erst im Alter bemerkbar, zunehmend sind aber auch Junge betroffen

Durchschnittlich 30 Stück Würfelzucker isst ein Mensch in Deutschland pro Tag. Natürlich nicht „pur“, sondern als Bestandteil der täglichen Nahrung. Das sind etwa 90 Gramm am Tag – deutlich mehr als die von Fachleuten maximal empfohlenen 50 Gramm für Erwachsene und 25 Gramm für Kinder. Besonders Kinder mögen es süß und nehmen im Schnitt mit 44 Gramm pro Tag zu viel Zucker zu sich. Zu viel Zucker zu essen, das wirkt sich auf die Gesundheit aus: So steigt beispielsweise das Risiko, an Adipositas (Fettleibigkeit) oder Typ-2-Diabetes zu erkranken, deutlich an. Derzeit sind laut Deutscher Diabetes Gesellschaft (DDG) etwa 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland übergewichtig, davon sind 800000 adipös. Von den insgesamt 82,7 Millionen Menschen in Deutschland sind 7,1 Millionen Menschen an Typ-2-Diabetes erkrankt. Das entspricht einem Anteil von 8,6 Prozent Typ-2-Diabetikern in der Bevölkerung. Damit ist nahezu jeder Zwölfte betroffen, wie der Gesundheitsatlas Diabetes des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) belegt. Im Jahr 2040 rechnen Forscher des Deutschen Diabetes Zentrums mit bis zu zwölf Millionen Typ-2-Diabetikern in Deutschland.

„Meist macht sich der Typ-2-Diabetes erst im höheren Lebensalter bemerkbar. Zunehmend sind aber auch Jugendliche betroffen. Die Zahl der Neuerkrankungen bei ihnen hat sich in den vergangenen Jahren verfünffacht, wobei fast nur stark Übergewichtige betroffen sind“, sagt Cornelia Zink, Ernährungsberaterin der AOK Donauwörth. (dz)

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