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15.06.2009

Wenn Teebeutel in die Luft steigen ...

Donauwörth (pm) - Bereits zum fünften Mal hatte die Pädagogische Stiftung Cassianeum Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte zu einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung in den Gallussaal des Klosters Heilig Kreuz eingeladen. Mehr als 130 Pädagogen nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Kenntnisse zum Thema "Frühes naturwissenschaftliches Lernen" zu vertiefen. Nach den sprachlichen und mathematischen Schwerpunkten der letzten Jahre kamen diesmal auf Wunsch der Teilnehmer die Naturwissenschaften zum Zug.

Professor Ludwig Häring, der Vorsitzende des Stiftungsrates, freute sich besonders über das kontinuierliche Interesse, das sich schon seit Beginn der Vortragsreihe in den hohen Anmeldezahlen widerspiegle. Er konnte neben den zahlreichen Kollegen und Kolleginnen auch den Stiftungsvorstand Prof. Dr. Schiedermair, begrüßen.

Ein Hauptanliegen der Stiftung sei es, die Kooperation Kindergarten-Grundschule an der Nahtstelle "Übergang" zu stärken. Prof. Häring betonte in seiner kundigen Einführung, wie wichtig es für diese Bildungseinrichtungen sei, sich immer besser kennenzulernen und die Kontinuität im Auge zu behalten. Dabei gelte es bei gemeinsamen Veranstaltungen, die richtige Balance zwischen Theorie und Praxis zu finden: Die "Praxis auf einem stabilen Fundament" sei das Ziel.

Deshalb freue er sich besonders, dass man mit Professor Dr. Andreas Hartinger, Lehrstuhlinhaber für Grundschulpädagogik und -didaktik in Augsburg, einen passenden Referenten gefunden habe, der schwerpunktmäßig zu diesem Thema geforscht und veröffentlicht hat.

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Dieser erwies sich dann recht schnell als profunder Didaktiker im Bereich des frühen naturwissenschaftlichen Lernens. Er ließ die Zuhörer zudem immer wieder an seinen vielfältigen Erfahrungen als experimentierfreudiger Vater teilhaben, so die Pressemitteilung.

Prof. Hartinger zeigte in seinem Vortrag, welche Chancen die Beschäftigung mit Naturwissenschaften gerade Kindern in der sensiblen Phase der Vier- bis Achtjährigen bieten. Das sowieso große Interesse für Alltagsphänomene und die kindliche Fragehaltung "wieso? weshalb? warum?" können unter anderem für das bewusste Sammeln von Erfahrungen, zum selbstständigen Aufbau von Wissen und als Ermutigung für eigenes Handeln genutzt werden. Nicht zu vergessen sei die eingebundene sprachliche Förderung. Naturwissenschaften sollen den Kindern nicht als Magie "verkauft" werden. Die Rolle des Lehrers und Erziehers sei es, Angebote zu machen und den kindlichen Wissensdurst zu unterstützen.

Professor Hartinger ermunterte die Teilnehmer immer wieder, mit leicht zu beschaffenden Materialien aus dem Supermarkt die Versuche daheim und in den Einrichtungen auszuprobieren. Zu seinem Bedauern konnte er aufgrund der Bestuhlung im Gallussaal die Experimente nur zeigen und nicht von allen vor Ort durchführen lassen.

Dr. Peter Hell, Leitender Regierungsschuldirektor der Regierung von Schwaben, beschloss den anregenden Nachmittag mit Dankesworten an den Referenten und versprach den Teilnehmern, die attraktive Fortbildungsreihe dank der Unterstützung durch die Stiftung fortzusetzen.

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