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Tiere

14.08.2019

Wenn der Hund das Wild stört

Freilaufende Hunde geben immer wieder Anlass zu Beschwerden.
Bild: Annette Zoepf

Jäger im Landkreis klagen über frei laufende Hunde. Warum das ein großes Problem ist

Sie hetzen Muttertiere, jagen Rehkitze und beunruhigen manche Bürger – frei laufende Hunde. „Die Probleme nehmen nicht zu, sie sind seit Jahren gleich“, sagt Robert Oberfrank. Er ist der Vorsitzende des Jagdverbands Donauwörth. Im Rahmen eines Termins mit Landrat Stefan Rößle hatte der Jagdverband das Problem angesprochen.

Auch die Kreisbehörde bestätigt, dass sich Jäger über Hunde in ihren Revieren beschwert hätten. „Die Jagdausübung wurde dadurch erheblich beeinträchtigt“, schreibt das Landratsamt. Außerdem sei es in diesem Jahr schon vorgekommen, dass ein Hund ein Reh angriff und dieses verletzte.

Wer seinen Hund in einem Jagdgebiet frei laufen lässt, muss mit einer Strafe bis zu 1000 Euro rechnen. Wird ein Hund beim Wildern erwischt, droht dem Besitzer sogar ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro. Denn das ist ein Verstoß gegen das Bayerische Jagdgesetz und Tierschutzgesetz. Oft herrsche ein großes Unverständnis aufseiten der Hundebesitzer, sagt Oberfrank. Dabei seien die Folgen, die von wildernden Hunden ausgehen, gravierend. Gerade Rehkitze hätten keine Chance, den Hunden zu entkommen. Sie würden am häufigsten von den Hunden gebissen und teilweise sogar getötet, berichtet Oberfrank.

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Da die Jäger das Wild schützen müssen, dürfen sie auch auf wildernde Hunde schießen. Oberfrank sagt dazu aber, dass davon generell abgesehen werde.

Stattdessen sollen die Jäger den Besitzer ausfindig machen und Anzeige erstatten. Auch wenn das mit einem erheblichen Aufwand verbunden sei.

Um die Probleme mit frei laufenden Vierbeinern einzudämmen, können die Kommunen einen Leinenzwang verhängen. In Donauwörth etwa sei das Mitbringen von Hunden auf Spiel- und Liegeplätze, das Freilaufen lassen von Hunden in Grünanlagen und das freie Umherlaufen von Hunden in Blumenschmuckanpflanzungen verboten. Aktuelle Probleme seien der Stadt jedoch nicht bekannt, teilt Annegret Feist, Pressesprecherin der Stadt, Donauwörth mit.

Auch in Harburg gebe es vereinzelt Fälle, in denen frei laufende Hunde für Probleme sorgten. Das teilt eine Mitarbeiterin des Ordnungsamts der Stadt mit. Aktuelle Probleme seien aber nicht bekannt. Einen generellen Leinenzwang gebe es im Ortskern und den Stadtteilen aber nicht. Das sei auch in Zukunft nicht geplant.

Auch in Rain seien aktuell keine Probleme mit frei laufenden Hunden bekannt, teilt Franziska Kohl vom Ordnungsamt mit. Einen Leinenzwang gibt es dort nicht für Waldgebiete, im Stadtpark, in Grünanlagen und auf Spielplätzen hingegen schon.

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