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Gesundheit

22.02.2018

Wenn die Gelenke schmerzen

Wie man Arthrose und Rheuma bekämpfen kann

Wenn die Gelenke schmerzen und das Bewegen schwerfällt, ist man im Alltag oft gehandicapt. Das kann zahlreiche Ursachen haben. So muss beispielsweise unterschieden werden zwischen Rheuma und Arthrose. Wie der Donauwörther Ergotherapeut Matthias Wollbold erklärt, handelt es sich bei einer Arthrose um eine Erkrankung der Gelenke – die Knorpel weisen dann Verschleißerscheinungen auf.

Rheuma hingegen ist eine Autoimmunerkrankung, das heißt, das eigene Immunsystem greift den Körper an und ruft Entzündungen hervor. Laut Wollbold gibt es viele verschiedene Arten von Arthrose, „bis zu 500 unterschiedliche.“ Vorbeugen kann man einer rheumatischen Erkrankung nicht wirklich, sie später aber einigermaßen eindämmen.

Das geht, indem man auf Fleisch verzichtet, „sich vegetarisch, am besten sogar vegan ernährt“, sagt Ergotherapeut Wollbold. Außerdem sind Alkohol, Zigaretten und der übermäßige Verzehr von Süßigkeiten tabu. „So kann man die Entzündung verringern“, erklärt der Ergotherapeut.

Wollbold bietet zudem eine Gelenkschutzberatung an, in der dem Patienten gezeigt wird, wie er im beruflichen Umfeld oder bei der Hausarbeit seine Aufgaben mit möglichst wenig Belastung für die Gelenke meistert.

Eine Arthrose hingegen kommt vermehrt im Alter auf oder wenn man körperlich schwer arbeiten muss. Wollbold sagt, die Zahl der Patienten, die an Arthrose leiden, steige in den letzten Jahren, weil die Menschen auch immer älter werden. Ihr vorzubeugen ist nicht wirklich möglich, durch viel körperliche Bewegung, aber gleichzeitig wenig Belastung könne man die Gelenke etwas schonen.

Eine Arthrose bringt zunächst keine Schmerzen mit sich, nur wenn sie „aktiviert ist“, wie der Fachmann es ausdrückt, sei es wichtig, die Entzündung zurückzudrängen. „Da der Knorpel selbst keine Blutgefäße hat, ist es wichtig, dass er durch spezielle Übungen besser versorgt wird, der Knorpel wieder Gelenkschmiere bekommt und wieder beweglicher ist“, beschreibt Wollbold.

Doch irgendwann, sagt der Ergotherapeut, sind die Möglichkeiten auch ausgeschöpft.

Es gebe vier Stadien der Arthrose, in der letzten sei eine Behandlung nur noch bedingt möglich. Auch positiv ist es, die betroffenen Stellen mit Wärme zu behandeln. Das rege den Stoffwechsel an.

Mehr zu diesem Thema und den Behandlungsmöglichkeiten berichtet Ergotherapeut Matthias Wollbold heute Abend beim Gesundheitsstammtisch im Café Hummel in der Donauwörther Bahnhofstraße. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt zur Veranstaltung kostet fünf Euro.

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