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Medizin

11.10.2018

Wenn die Gelenke schmerzen

Morgen ist der Welt-Rheuma-Tag. Damit soll für Verständnis für die Betroffenen geworben werden.
Bild: Monique Wüstenhagen

Morgen ist der Welt-Rheuma-Tag. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Krankheitsbild, das nur bei älteren Menschen auftritt

Das Leiden hat viele Namen: Gicht, Arthrose, Fibromyalgie. Ihnen allen sind die teils unerträglichen Schmerzen gemein, die die Betroffenen quälen. Der morgige Welt-Rheuma-Tag will auf die Krankheitsbilder aufmerksam machen. Laut Ingeborg Köhnlein-Kober, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Donauwörth, gibt es allein 150 Arten von Arthritis. Die Selbsthilfegruppe mit ihren aktuell 42 Mitgliedern gehört der Deutschen Rheuma-Liga an. Gegründet wurde sie 1999 in Monheim, hat ihre Aktivitäten aber inzwischen nach Donauwörth verlagert.

Die Rheuma-Patienten treffen sich zu Sportkursen und einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch. Die Mitglieder kommen aus der ganzen Region, von Rain bis Monheim und aus Harburg. Im Ries gibt es eine eigene Gruppe. Früher galt es vor allem als Krankheit alter Frauen, tatsächlich kann es aber jeden treffen. Laut der Deutschen Rheuma-Liga leiden 13000 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren hierzulande an juveniler idiopathischer Arthritis. Jährlich kommen demnach etwa 1200 junge Patienten dazu.

Laut Köhnlein-Kober ist Bewegung am wichtigsten, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. „Es ist aber wichtig, die richtigen Übungen zu machen. Deswegen haben unsere Trainer auch alle einen speziellen Lehrgang absolviert.“ Das Programm steht unter anderem aus Trockengymnastik und Qigong.

Ebenso wichtig sei es aber auch, rechtzeitig zum Arzt zu gehen, betont die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Die Krankheit könne zwar nicht geheilt werden. Bei der richtigen Einstellung durch die Ärzte könne sich das Tempo, in dem die Schübe auftreten, hinausgezögert werden. Vor allem bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen sei dies wichtig. Ein Problem ist allerdings, dass es die typischen Symptome nicht gibt. „Es gibt Krankheitsbilder, bei denen dauert die Diagnose bis zu 20 Jahre“ sagt Köhnlein-Kober. Grundsätzlich solle jeder seinen Körper beobachten und bei Problemen zum Arzt gehen.

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