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Donauwörth

29.03.2019

Wenn die Zeitumstellung müde macht

In der Nacht auf Sonntag wird die Uhr eine Stunde vorgestellt.
Bild: Weizenegger (Symbolbild)

Eine Expertin gibt Tipps, wie man sich schneller dem neuen Rhythmus anpassen kann.

Sie sorgt bei vielen Menschen für Schlafstörungen und macht müde: die Umstellung auf die Sommerzeit. In diesem Jahr werden in der Nacht auf Sonntag, 31. März, die Uhren um eine Stunde vorgestellt.

Durch die Umstellung auf die Sommerzeit ist es morgens schlagartig eine Stunde länger dunkel und abends eine Stunde länger hell. „Viele Menschen erleben bei der Umstellung auf die Sommerzeit einen Mini-Jetlag“, so Cornelia Zink, Gesundheitsfachkraft bei der AOK Donauwörth.

Biorhythmus ist empfindlich

Abends kämpfen Betroffene mit Einschlafproblemen, morgens kommen sie schlechter aus dem Bett und sind dann bei der Arbeit müde und unkonzentriert. „Der biologische Rhythmus ist sehr empfindlich – wird es plötzlich deutlich später hell beziehungsweise dunkel, kann sich der Körper nicht so schnell darauf einstellen und schüttet Schlafhormone wie Melatonin zunächst auch dann aus, wenn man eigentlich aktiv sein müsste“, erklärt Zink. Das kann zu Schlappheit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche führen.

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Wie schnell sich Menschen an den neuen Rhythmus gewöhnen, ist individuell verschieden. In der Regel braucht der Körper maximal zwei Wochen, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen. Besonders betroffen sind die „Nacht-Eulen“: also Menschen, die spät ins Bett gehen und morgens gerne länger schlafen – dazu zählen laut Zink übrigens die meisten Jugendlichen.

Besser kein Mittagsschlaf

Mit ein paar einfachen Tipps klappt es besser mit der Zeitumstellung. „Wer zum Beispiel schon einige Tage vorher etwas zeitiger zu Bett geht und morgens früher aufsteht, kann seinen Körper bereits im Vorfeld schrittweise daran gewöhnen“, empfiehlt die Expertin. Auf den gewohnten Mittagsschlaf sollte man in den Tagen nach der Umstellung besser verzichten.

Wer sich bei Tageslicht viel draußen aufhält, gewöhnt seine innere Uhr schneller an den neuen Tagesrhythmus. Üppige Mahlzeiten am Abend und zu viel Alkohol und Koffein sollten vermieden werden. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training hingegen können helfen, besser ein- und durchzuschlafen.

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