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Kommunalwahl 2020

01.03.2020

Wer wird der Neue im Donauwörther Ratloshaus?

Johann Engelschall alias Bruder Hans bei seiner mehr einstündigen Fastenpredigt.

Plus Beim Starkbieranstich in Auchsesheim geht es wieder deftig zu. Es gibt starke Sprüche und starkes Bier. Fastenprediger Bruder Hans hat vier Männer im Kandidaten-Check im Visier.

Johann Engelschall hat so seine Lieblinge. Der Bruder Hans beißt sich an ihnen in seiner Fastenpredigt gerne fest. Der „Krater-Napoleon“ Ulrich Lange gehört dazu und natürlich Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert. Neuerdings beobachtet er auch eine Dame ganz genau: SPD-Stadträtin Brigitte Kundinger-Schmitt hat es ihm angetan. Bruder Hans nahm die „rote Biene“ jedenfalls beim „Donauwörther Nockherberg“ gehörig in seine Schusslinie.

„Starkes Bier und starke Sprüche“ – das ist der Starkbieranstich der Engagierten Bürger Donauwörth ( EBD ) im Gasthaus Hoser im Donauwörther Stadtteil Hoser. Die Kommunalpolitiker bekamen erneut ihr Fett ab. An zwei Tagen am Wochenende wurde im ausverkauften Haus in Oaxese „derbleckt“.

Fastenprdiger Johann Engelschall, alias Bruder Hans, teilte beim Starkbieranstich in Donauwörth-Auchsesheim kräftig aus und riet immer wieder dazu, über Kommunikation nachzudenken, ganz nach dem lateinischen Motto „orare, pensare, communicare“. Würdevoll zog er in den Saal.


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Die Besucher erhofften sich einmal mehr, dass die Lokalpolitiker von den Protagonisten so richtig durch den Kakao gezogen wurden. Ein Wunsch, der sich erfüllte. Denn was die Akteure auf die Bühne brachten, hätte auch dem Münchner Nockherberg zur Ehre gereicht.

Ausverkauft! Das hieß es an den zwei Starkbierabenden im Gasthaus Hoser im Donauwörther Stadtteil Auchsesheim. Die Besucher kamen voll auf ihre Kosten.

Mehr als eine Stunde lang ließ Johann Engelschall als Bruder Hans in seiner Fastenpredigt nichts aus. Einem müssen die Ohren ganz besonders geklingelt haben: Donauwörths noch amtierendem Oberbürgermeister Armin Neudert. Die „schwarze Fraktion“ habe im vergangenen Jahr sogar Geheimtreffen organisiert, „ohne ihn dazu einzuladen“. Der Armin habe sich freigeschwommen von den politischen Zwängen der Schwarzen „und schaut sich amüsiert an, wie seine Nachfolge geregelt wird. „Er erscheint in zunehmendem Maße relaxed, als wäre er bei vollen Amtsbezügen in der Freistellungsphase seines Vorruhestandes“.

Organisator und G’stanzl-Sänger beim Starkbieranstich: Hubert Gerstmeier.

Die Kandidaten um den Chefsessel im „ Ratloshaus “ waren für Engelschall auch eine gute Zielscheibe. Eigentlich wäre der ganze Rummel gar nicht nötig gewesen, so der Fastenprediger, wenn Bruder Robert (Dekan Neuner) deutlich früher seinen Zylinder in den Ring geworfen hätte. Keiner hätte die bereits bestehende Veranstaltungshalle für 700 Menschen toppen können, „sodass sie gegen den Kirchenmann wohl erst gar nicht angetreten wären“.

Eine feste Einrichtung der „Derblecker“-Award der EBD: Diesmal ging er an Sebastian Heckl.
Bild: Helmut Bissinger

Die SPD sei auf die Bühne getreten, vor Scham am ganzen Körper glutrot geworden und habe kleinlaut durch Brigitte Kundinger-Schmitt geflüstert: „Sorry, sorry“. Man habe niemanden. der OB werden wolle. Aber man kenne einen Parteilosen, der für die bedrohte rote Spezies die Kastanien aus dem Feuer holen könnte: „Sorry, das ist Jürgen Sorry, ähh Sorré.“ Seine Aussage im Festzelt, er könne mit dem Geld anderer Leute ganz gut umgehen, lasse vielfältige Spekulationen offen.

Raimund Brechenmacher mimte den scheidenden Oberbürgermeister Armin Neudert und war einfach nicht dazu zu bewegen, „seinen Hintern hoch zu bringen“.


„Ein Brüderquartett fackelt in Bayern “, meinte Engelschall. Neben zwei Vertretern der Familie, die lediglich privat in Erscheinung treten, fackle Bruder Wolfgang bayernweit, sein jüngerer Bruder Joachim habe angekündigt, für die Stadt zu brennen. „Schon vom Namen her lässt sich ein Spiel mit dem Feuer erahnen.“ Michael Bosse ist für den Fastenprediger der „Freien-Wilderer-Kandidat“. Wie er bei einem vielköpfigen Verwaltungsapparat ankommen werde, „der über drei Wahlperioden ein eher konträres Führungsverhalten inhalieren durfte“, bliebe abzuwarten. Beim Bruder Albert Riedelsheimer „aus Norde mit Asyl in Riedlingen “ trete ein Vollblutgrüner an. Bei ihm fließe wohl grünes Blut in den Adern. Nur eines wisse man nicht: ob seine Unterwäsche auch grün sei.

O’zapft is! (von li.): Dekan Neuner, Stefanie Musaeus, Andreas Kopton, Hubert Gerstmeier und Raimund Brechenmacher.

Zu diesem Zeitpunkt floss das Starkbier schon in Strömen. Raimund Brechenmacher mimte bei einem sogenannten „Lorido“ (mit der Stimme von Michaela Fürst als „blaue Donau “ aus dem Off) gekonnt einen lethargischen Armin Neudert , der an seinem Ohrensessel klebte.


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