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Submission

12.03.2011

Wertholz gemeinsam verkauft

Der WBV-Vorsitzende Alois Michel bei Submission in Bopfingen.
Bild: Foto: privat

Forstverwaltung lädt nach Bopfingen ein. Mitglieder der WBV Nordschwaben sind auch vertreten

Bopfingen Schon zum 16.Mal in Folge wurde in Bopfingen von der staatlichen Forstverwaltung eine Stammholz-Submission durchgeführt. Insgesamt wurden 2154 Festmeter Holz angeliefert, darunter auch 150 Festmeter von den Mitgliedern der WBV Nordschwaben. Um den Erfahrungsschatz in Sachen Wertholz zu erweitern, hatte die WBV Nordschwaben ihre Mitglieder zu einer Besichtigung und Besprechung auf den Submissionsplatz eingeladen. Forstdirektor Peter Laube konnte in seiner Einführung gut 40 Waldbesitzer begrüßen. Nahezu die gesamte Holzmenge konnte verkauft werden zu einem Durchschnittspreis von 374 Euro/ Festmeter, so der Leiter des Forstbereichs am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen. An der Spitze standen die Bergahornstämme mit durchschnittlich 547 Euro pro Festmeter. Der teuerste Ahorn-Stamm brachte aufgrund seiner besonderen Maserung 6440 Euro pro Festmeter, ein nicht alltäglicher Preis.

Die Eiche, mit über 1000 Festmetern die dominierende Holzart auf der Submission, brachte im Durchschnitt 500 Euro/Festmeter. Die Preise erstreckten sich bei der Eiche bis zu 1633 Euro/Festmeter. Gut lachen hatte in diesem Zusammenhang auch der stellvertretende Bürgermeister von Harburg, Georg Schrödle. Die Stadt Harburg hatte rund 20 Festmeter Eichen-Stammholz mit aufgelegt und konnte damit erfreuliche Einnahmen tätigen. Auch die angelieferten Lärchen und Douglasien erfreuten sich einer regen Nachfrage. Nahezu 150 Festmeter Lärche konnten zu durchschnittlich 297 Euro pro Festmeter verkauft werden. Bei den in der Regel geasteten Douglasien-Stämmen lag der Durchschnittspreis bei 200 Euro/Festmeter.

Feldahorn als Rarität

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Auch Eschen-Starkholz brachte höhere Erlöse als im Vorjahr. Neben den bereits beschriebenen Holzarten lagen weitere 23 wie Ulme, Elsbeere, Walnuss, Erle oder Kirsche auf dem Platz aus. Eine Rarität war dieses Jahr ein Feldahorn aus dem staatlichen Forstbetrieb Kaisheim, der zu 680 Euro pro Festmeter verkauft wurde. Nach wie vor enttäuschend ist für die Waldbesitzer die Nachfrage nach der Buche.

Die angebotenen 94 Festmeter konnten im Durchschnitt nur 147 Euro pro Festmeter erlösen. Gerade die Buche, die bei den Laubbäumen flächenmäßig am meisten verbreitet ist, verharrt seit Jahren in einem Absatztief. Die Geschäftsführer der WBV Nordschwaben wiesen zum Abschluss der Veranstaltung darauf hin, dass bereits im Spätsommer und Herbst mit der Eignungs-Beurteilung von stehenden Bäumen hinsichtlich der Submission begonnen werden sollte. Vielfach kommen die Waldbesitzer zu spät oder gar nicht, sodass ein guter Holzerlös durch die Lappen geht. Hier sind neben der WBV auch die staatlichen Revierförster kompetente Ansprechpartner, um im Vorfeld den geplanten Einschlag von starken oder seltenen Stämmen auf die Submissionstauglichkeit zu beurteilen. (pm)

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