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Donauwörth

18.01.2019

Wie Donauwörths Gymnasiasten im Planspiel Börse siegen

Das Gewinnerteam des diesjährigen Planspiels Börse heißt „Die Coolen und Florian“. Auf dem Bild zu sehen sind (von links nach rechts) Sparkassenvorstand Johann Natzer, Crispin Hoppe, Lehrer Christian Spatz, David Wenninger, Oliver Maier, Markus Kaufmann, Florian Siewert und Wolfgang Hirsch von der Sparkasse.
Bild: Fabian Kapfer

Beim diesjährigen Planspiel Börse haben sich die Siegerteams in der Region in einer schwierigen Zeit gut geschlagen. Welche Konzepte sie verfolgt haben.

Aktien und Börsengeschäfte sind ein Thema, mit dem sich Jugendliche nicht unbedingt tagtäglich beschäftigen. Schließlich sind Geldanlagen für Schüler gedanklich meist noch weit weg, da finanzielle Angelegenheiten in der Regel noch von den Eltern geregelt werden. Beim Planspiel Börse der Sparkasse ist das anders. Heuer bekamen in Deutschland 21896 Teams, davon auch 91 Mannschaften aus zehn Schulen im Landkreis Donau-Ries, die Möglichkeit, risikofrei mit Aktien umzugehen. Johann Natzer, der Vorsitzende der Donauwörther Sparkasse, betonte bei der gestrigen Siegerehrung die zunehmende Bedeutung von Aktien. „In der heutigen Zeit sind sie im Vergleich zu anderen Anlagen eine attraktive Option. Das Thema wird in Zukunft auf die Jugendlichen zukommen.“

Schüler haben virtuellen Depotinhalt von 50 000 Euro zur Verfügung

Beim Start des Planspiels im Oktober hatten die Schüler einen virtuellen Depotinhalt von 50000 Euro zur Verfügung. Ziel war es, diesen zu erhöhen. Wolfgang Hirsch, der Leiter der Wertpapierabteilung der Sparkasse, erklärte bei der Siegerehrung, was den diesjährigen Wettbewerb im Vergleich zu den Vorjahren besonders erschwert hat: „Die Zeit zwischen Oktober und Dezember, in der das Planspiel gelaufen ist, war eine sehr schlechte Börsenphase. Die Voraussetzungen für unsere Teilnehmer waren äußerst negativ. Es ist deshalb besonders erstaunlich und schön, dass es bei uns solche Gewinner gibt.“

Hirsch führte auch Beispiele an. So seien in dieser Zeit durch den Dieselskandal, den Brexit-Verhandlungen und den Wirtschaftskurs in den USA deutliche Auswirkungen beim Dax zu spüren gewesen. Außerdem seien vermeintlich sehr gute Papiere, die in den Vorjahren oft den Siegern zu ihren Erfolgen verholfen haben, heuer weniger wertvoll gewesen. „Hätten unsere Gewinner hauptsächlich auf Amazon oder Apple gesetzt, würden sie heute nicht hier sitzen“, merkte Hirsch an.

Wie Donauwörths Gymnasiasten im Planspiel Börse siegen

Siegerteam stammt vom Donauwörther Gymnasium

Wertvoll waren hingegen die ruhigeren Aktien. Papiere von den Unternehmen Colgate, Gamble oder Danone haben gut abgeschnitten, auch amerikanische Aktien wie die vom Kaffeeunternehmen Starbucks oder dem Fastfoodriesen McDonald’s waren im Spielzeitraum sehr stark.

Beeindruckend ist die Leistung des diesjährigen Siegerteams, das vom Gymnasium Donauwörth kommt. Das Team „Die Coolen und Florian“ steigerte mit seiner Strategie seinen ursprünglichen Depotwert auf 52001,46 Euro und verbuchte somit ein Plus von vier Prozent. Ausgezeichnet wurden sie von der Sparkasse mit dem Siegerpokal und 150 Euro Preisgeld. Mit diesem Erfolg belegen sie zudem im deutschlandweiten Vergleich einen sehr guten 177. Platz bei 21896 teilnehmenden Teams. In Bayern landeten sie auf Platz 42.

Bei allen Gruppen im Landkreis schafften es nur 4,5 Prozent überhaupt, ihren Depotwert zu erhöhen, 95,5 Prozent machten Verluste. Das unterstreicht die herausragende Leistung des Siegers, auch die des Zweitplatzierten „Mula“ von der Hans-Leipelt-Schule in Donauwörth (+1,96 Prozent Steigerung), der 100 Euro Preisgeld erhielt, und des Teams „squirell“ von der Mittelschule Oettingen, das auf Platz drei kam (+1,26 Prozent Steigerung) und sich über 75 Euro freuen durfte.

„In viele Aktion investiert“

Der Gruppenführer des Gewinnerteams, David Wenninger, erklärte die Taktik seiner Gruppe: „Wir haben in relativ viele Aktien investiert. Falls eine Aktie sinkt, wollten wir immer eine andere parat haben, die das wieder ausgleicht“, erklärt der Schüler, dessen Team sich auch häufig in den Wirtschaftsnachrichten informiert hat. Das Team „Mula“ stieg hingegen später ein und investierte dann richtig. Der Drittplatzierte aus Oettingen profitierte von seiner Taktik, auf die Elektromobilität zu setzen. Die Papiere des Automobilherstellers Tesla waren ein wesentlicher Bestandteil des beachtlichen Erfolgs der Mittelschüler.

Bewertet wurde außerdem die Nachhaltigkeit der einzelnen Strategien. Auch hier hat das Team „Die Coolen und Florian“ gewonnen. Da es aber bereits ein Preisgeld erhalten hatte, gebührt nach den Spielregeln das Nachhaltigkeits-Preisgeld dem Zweitplatzierten. Das ist das Team „Paraffine“ der Donauwörter Realschule Heilig Kreuz. Es bekam 100 Euro.

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