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Landkreis Donau-Ries

02.01.2019

Wie setzt man gute Vorsätze um?

Zu den beliebten Vorsätzen gehört, sich gesünder zu ernähren. (Symbolfoto)
Bild: Ulrich wagner

Viele Menschen stecken sich am Neujahrstag Ziele. Die müssen realistisch und deutlich formuliert sein, sagt eine Expertin.

 Weniger Fleisch und Wurst essen, Plastikmüll vermeiden oder mal auf das Handy verzichten. Zum Jahresende ziehen viele Menschen ein Fazit: Was lief im abgelaufenen Jahr gut, was könnte besser laufen? Anhand dieser Ergebnisse werden dann die guten Vorsätze formuliert. Doch welche Tricks und Kniffe gibt es, um nicht schon nach zwei Wochen in die alten Muster zu verfallen?

Realistische und umsetzbare Ziele wählen

„Vor allem sollten die Ziele realistisch und durchführbar sein“, sagt Doris Marchadier, Physiotherapeutin und Yogalehrerin in Donauwörth. So könne aus einem Sportmuffel nicht innerhalb von 14 Tagen eine Sportskanone werden. Auch wenn man sich vornehme, sein Gewicht zu reduzieren, sollte man auf Zwischenschritte bauen. „Es ist nicht gut, sich 20 Kilo als Ziel zu setzen.“ Besser sei es, beispielsweise drei Kilo pro Monat abnehmen zu wollen. Auch bei einer Ernährungsumstellung solle man bedacht vorgehen. „Sofort alles umstellen zu wollen, ist schwer. Lieber fängt man an, zunächst eine Mahlzeit umzustellen“, erklärt die Expertin. Und die Selbstbelohnung darf nicht zu kurz kommen. So könne man sich, wenn man sein Ziel erreicht hat, ruhig einen Wellnesstag oder neue Klamotten gönnen, rät Marchadier.

Generell ist sie aber der Ansicht, dass man ruhig unter dem Jahr Veränderungen anstreben sollte. „Jetzt, um die Feiertage, macht man sich Gedanken. Während des Jahres ist der Druck aber groß, da braucht es Veränderungen.“

Warum solle man bis zum Jahreswechsel warten, um gute Ideen umzusetzen und neue Ziele anzustreben? „Wenn mich mein Handy nervt, dann kann ich es ja ruhig mal um 20 Uhr abschalten.“

Unterstützung von außen kann sinnvoll sein

Auch sollte man sich nicht der Unterstützung von außen verschließen, sei es von Freunden oder von Experten. „Wenn in meinem Freundeskreis jemand gerne Joggen geht, kann ich mich an den wenden und mitlaufen, er dient mir dann als Motivator“, empfiehlt Marchadier. Bei einer Ernährungsumstellung könne ein professioneller Berater helfen.

Um seine Ziele dann auch zu erreichen und die Vorsätze umzusetzen, sind klar formulierte Sätze hilfreich. Beim Wunsch nach mehr Bewegung könnte das so lauten: „Ich möchte jeden Morgen zehn Minuten Gymnastik am offenen Fenster machen.“ Am Abend vorher könne man sich diese Situation bereits vor dem geistigen Auge vorstellen und damit die Vorfreude auf die neue Aktivität bereits wecken.

Und sollte es einmal doch nichts werden mit dem Frühsport, braucht man sich laut Marchadier auch nicht grämen deshalb. „Man darf nicht zu streng als nötig mit sich sein. Die geschwänzte Morgengymnastik kann zu jeder anderen Tageszeit nachgeholt werden.“ Wenn es aber regelmäßig nichts wird, sollte man sich von diesem Wunsch auch mal verabschieden und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt erneut probieren. „Hau-Ruck-Aktionen sind oft zum Scheitern verurteilt. Veränderungen sind immer ein Prozess.“

Vorsätze nicht von anderen aufdrängen lassen

Eines ist der Expertin auch noch wichtig, wenn es um gute Vorsätze geht: „Ich selbst stecke mir Ziele. Es ist immer meine eigene Entscheidung und nicht die der Gesellschaft.“ Und wer zum Jahreswechsel keine Vorsätze fasst, braucht sich auch nicht grämen. Dem empfiehlt Marchadier, eine Liste zu machen mit alldem, was er im abgelaufenen Jahr erlebt hat, wen er getroffen hat und welche Ideen und Impulse bereits umgesetzt wurden. Während des Jahres sei auch genügend Zeit, um seine Ziele zu formulieren und umzusetzen.

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