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Bäumenheimer Marktplatz

12.10.2017

Wie soll man die Rinne entschärfen?

Diese Rinne, die auf dem Marktplatz in Bäumenheim den Platz von der Straße trennt, wird immer wieder Autofahrern zum Verhängnis. Deshalb sucht der Gemeinderat weiter nach Lösungen.

Weil es weiterhin keine Lösung gibt, wie man besser auf das Wasser-Hindernis in der Bäumenheimer Mitte aufmerksam machen kann, ist nun ein Provisorium angedacht.

Bäumenheim Seit mehr als einem Jahr weisen am neuen Bäumenheimer Marktplatz Schilder auf die Wasserrinne hin, die so manchem Autofahrer zum Verhängnis geworden ist. Eine endgültige Lösung, wie man auf die Autofalle aufmerksam machen kann, ist nicht in Sicht. Nun reicht es den Gemeinderäten: Sie wollen zumindest eine „temporäre Lösung“, um sich am neuen Marktplatz erfreuen zu können.

Der Wasserlauf, der als optische Abgrenzung zwischen Fahrbahn und Marktplatz gedacht war, macht Ortsunkundigen offensichtlich Probleme. Immer wieder waren in der Vergangenheit Fahrzeuge in der Vertiefung gelandet und beschädigt worden. Das Problem beschäftigt seither den Gemeinderat. Die Frage ist, wie man die Autofahrer besser auf die schmale Gefahrenstelle aufmerksam machen könnte. Darüber kann die Gemeinde aber nicht alleine entscheiden.

Nun hat die Fraktion der CSU/Junge Liste beantragt, eine vorübergehende Lösung umzusetzen. Es geht um eine optische und räumliche Abgrenzung, die so gestaltet sein soll, dass sie jederzeit bei Veranstaltungen entfernt werden kann, also einen mobilen Charakter haben soll.

Mit der Regierung von Schwaben, die als Förderstelle bei der Auswahl der Barrieren ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat, sei man seit Monaten in Gesprächen, erklärte Bürgermeister Martin Paninka. Aber die zuständigen Sachbearbeiter hätten mehrmals gewechselt. Überrascht zeigte sich Nico Hippe (Bürger für Bürger). Er sei der Annahme gewesen, dass längst an Lösungen gearbeitet werde.

CSU-Fraktionssprecher Andreas Mayer betonte, dass er sich durchaus mit Pflanzkübeln anfreunden könnte. In der Vergangenheit war auch über mögliche „Wasserspiele“ gesprochen worden oder aus Corten-Stahl geformte Figuren. Gerlinde Schönherr (SPD) könnte sich vorstellen, dass Pflanzkübel wie man sie ähnlich beispielsweise vor dem Freibad in Donauwörth finde, aufgestellt würden. Dass dies nur vorübergehende Maßnahmen seien, war allen Sprechern klar.

Blumentröge oder Poller hatten die Stadtplaner bereits im Vorfeld nicht begeistert. „Solche Lösungen hätten den Charakter des Platzes zerstört“, hatte Werner Dehm seinerzeit erklärt. Er beaufsichtigt die Ortsplanung in der Industriegemeinde. In der Praxis stellte sich heraus, dass aber auch die Rinne Probleme bereitet. Dehm tendiert zu etwas „Kreativem und Künstlerischem“.

Dass die Autofahrer den Marktplatz offensichtlich mit einem Parkplatz verwechseln könnten, hätte auch er sich nicht vorstellen können. Ähnliche Wasserrinnen gibt es am Stadtplatz in Schwabmünchen und in Freiburg im Breisgau. Aus Haftungsgründen hatte Bürgermeister Paninka letztlich Hinweisschilder aufstellen lassen. Die können die Gemeinderäte nun offensichtlich nicht länger sehen. Schon in der nächsten Sitzung wollen sie eine „provisorische Lösung“ beschließen. Parallel soll auf Empfehlung von Werner Dehm ein Arbeitskreis eingerichtet werden, der aus Mitgliedern des Gemeinderats und dem Ortsplaner besteht. Dort will man sich die Köpfe darüber zerbrechen, wie man das Problem langfristig beseitigen kann.

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