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Donauwörth

12.07.2018

Wieder strandet ein Boot auf der Donau

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Zwei Männer sind mit ihrem Boot auf Höhe des Alten Hafens in Donauwörth auf einem Felsen in der Donau gestrandet. Feuerwehr, Wasserwacht und DLRG holten das Duo und deren beschädigtes Kajak ans Ufer.
Bild: Wolfgang Widemann

Zwei Männer geraten mit ihrem Kajak in Donauwörth auf einen Fels. Erneut ist ein größeres Aufgebot an Rettungskräfte im Einsatz. Warum der Flussabschnitt derzeit schwierig ist.

Die Donau entwickelt sich ausgerechnet im Bereich des Alten Hafens in Donauwörth zu einem gefährlichen Abschnitt für Bootsfahrer. Am Donnerstagvormittag ist dort zum zweiten Mal in dieser Woche ein Boot gestrandet. Wieder war ein größeres Aufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Ihnen gelang es mit einigem Aufwand, die zwei Männer und deren Kajak ans sichere Ufer zu bringen.

Der 64- und der 62-Jährige aus Senden beziehungsweise Bad Grönenbach waren an der Wörnitz in Donauwörth beim Kanuclub zu einer Tour auf der Donau aufgebrochen. Die sollte bis nach Kelheim führen. Doch schon wenige Meter nach der Mündung der Wörnitz in die Donau war Schluss. Das Kajak mit – nicht eingeschaltetem – Außenbordmotor passierte zwar noch den Bereich an der Brücke, etwa 100 Meter unterhalb von dieser fuhr das Boot aber auf einen Felsen in der Flussmitte.

Damit geriet das Duo in eine missliche Lage. Das Kajak mit dem Namen „Moni 1“ hatte ein Leck. Den Männern drohte an dieser Stelle keine Gefahr – das Wasser ist dort nur knietief –, jedoch wäre es schwierig und durchaus gefährlich gewesen, von dort aus das Ufer zu erreichen. Zu diesem hin wird das Wasser tief und die Strömung ist stark. Sie dürfte etwa einen bis eineinhalb Meter pro Sekunde betragen. Als Schimmer kommt man laut Michael Haller, Einsatzleiter der Wasserwacht, dagegen nicht an.

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Ein Passant erblickte um etwa 10.15 Uhr die Bootsfahrer im Fluss und verständigte die nahe Feuerwehr. Die rückte ebenso aus, wie die Wasserwacht-Schnelleinsatzgruppen Donauwörth und Asbach-Bäumenheim und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Mönchsdeggingen. Auch die Polizei und zwei Rettungswagen des Roten Kreuzes waren vor Ort.

Feuerwehr und Wasserretter brauchten einige Zeit, um die Gestrandeten sicher aus dem Fluss zu holen. Ein Grund: Durch den niedrigen Wasserstand der Donau haben sich ein kleines Stück weiter flussabwärts regelrecht Stromschnellen gebildet. In diesem Bereich stand einst eine Eisenbahnbrücke. Die Lösung: Die Retter unter der Leitung von Haller und Stadtbrandinspektor Alexander Zobel (Feuerwehr) versahen ein Schlauchboot mit einer Leine, setzten die Bootsfahrer in dieses und zogen es zur Hafenmauer hin. Auch das inzwischen vollgelaufene Kajak holten die Einsatzkräfte aus dem Wasser.

Nach etwa einer Stunde war die Aktion beendet. Der 64- und der 62-Jährige blieben unversehrt. Mit weiteren Konsequenzen haben die Männer dem Vernehmen nach nicht zu rechnen. Menschenrettung ist grundsätzlich kostenfrei.

Am Dienstag waren – wie bereits berichtet – zehn Schüler mit einer Zille an einem anderen Fels auf Höhe des Alten Donauhafens hängen geblieben. Während die Jugendlichen dank der Hilfe von Feuerwehr und Wasserrettern ihre Tour fortsetzen konnten, war für das Duo am Donnerstag am Hafen erst einmal Endstation.

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