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Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus

13.06.2009

"Wir sind vorbereitet"

Donauwörth (bs) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die höchste Alarmstufe für die Schweinegrippe ausgegeben. Damit ist die Krankheit zur Pandemie erklärt worden.

Auch im Landkreis Donau-Ries nimmt man die Angelegenheit ernst, wenngleich es derzeit keinerlei Verdachtsfälle gebe, wie Dr. Rainer Mainka von der Gesundheitsabteilung des Landratsamtes gegenüber unserer Zeitung betonte. Es gebe keinen Grund zur Sorge, so der Mediziner, der darauf hinwies, dass vor einigen Wochen entsprechende Hygienerichtlinien an Kindergärten, Schulen, Pflegeheime und Krankenhäuser verschickt worden seien (wir berichteten). Freilich wisse man nicht, "was noch auf uns zukommt", sagte Dr. Mainka.

Keine "Außenwirkung" wie Flug- oder Schiffshafen

Der Landkreis Donau-Ries habe den Vorteil, dass er "keine Außenwirkung" habe. Soll heißen: Es gibt keinen Flug- oder Schiffshafen, über den Krankheitsfälle hereingetragen werden könnten.

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Im Falle eines Falles seien die Krankenhäuser im Landkreis Donau-Ries auf mögliche Schweinegrippefälle seit Längerem vorbereitet, betonte der Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU), Ulrich Seidel, gestern auf Anfrage. Man habe bereits nach den ersten Meldungen über Fälle von Schweinegrippe in den einzelnen Krankenhäusern die Beschaffung der entsprechenden Medikamente (Tamiflu) veranlasst. "Dabei gab es eine enge Abstimmung mit dem Gesundheitsamt."

Seidel weiter: "Wir müssen jetzt die weitere Entwicklung abwarten. Wir sind jedenfalls vorbereitet, falls ein Fall bei uns auftreten sollte." Aus seiner Sicht bestehe im Moment keinerlei Anlass zur Sorge.

Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat gestern vor Panik gewarnt. Dennoch riet sie zur Wachsamkeit und empfahl regelmäßiges Händewaschen zur Vorbeugung einer Infektion.

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