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Rotes Kreuz

16.01.2015

Wohin soll die Rettungswache?

Dass bald eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes nach Harburg kommt, steht fest. Wohin genau, das ist aber noch offen.

Der Standort der neuen Einrichtung in Harburg ist noch immer unklar. Der Starttermin ist allerdings nicht in Gefahr. Notfalls gäbe es eine Übergangslösung.

Harburg Eine Rettungswache kommt nach Harburg – nur wohin, das ist noch immer unklar. Das Rote Kreuz, das die Wache betreiben wird, sucht nach einem geeigneten Grundstück.

„Wir sind mit einem Grundstücksbesitzer und der Stadt im Gespräch“, sagt Erwin Rudolph, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Der Grundstückseigentümer hatte bereits eine Fläche in der Bahnhofstraße angeboten. Das Areal ist aber aufgrund des Gefälles schwer zu bebauen und auch wegen des Zuschnittes nicht geeignet.

An der sogenannten Tagrettungswache, die vom 1. April an täglich von 8 bis 24 Uhr besetzt sein wird, wird ein Rettungstransportwagen (RTW) stationiert. Für diesen wird eine Garage benötigt. Die soll etwa 50 bis 60 Quadratmeter groß sein. In der gleichen Größe soll zudem ein Sozialbereich für die Kräfte vom Roten Kreuz eingerichtet werden. In diesem soll es eine Küche, einen Aufenthaltsraum, Sanitärräume und einen Lagerraum geben. Laut Rudolph zeichnet es sich derzeit ab, dass sowohl für die Garage als auch für die Personalräume auf Container zurückgegriffen wird. Sobald ein passendes Grundstück gefunden ist, seien diese innerhalb von 14 Tagen bestellt und aufgebaut.

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Die Tagrettungswache werde auf jeden Fall zum 1. April kommen, so Rudolph. Sollte bis dahin noch kein endgültiges Gelände gefunden worden sein, hätte man eine Übergangslösung parat: Dann würde der Container zeitweise im Harburger Ortsteil Brünsee aufgestellt werden. Dort stünde ein Anwesen für ein paar Wochen oder Monate zur Verfügung, so Rudolph.

„Die Frage ist, wo die Wache dauerhaft hinkommt“, merkt der BRK-Geschäftsführer an. Das Rote Kreuz hoffe in Harburg auf eine recht zentrale Lage mit einer guten Anbindung an die B25. „Da wäre die Bahnhofstraße schon keine schlechte Gegend“, sagt Rudolph. Die Rettungswache sollte nach Möglichkeit nicht in eine Wohngegend, damit das Martinshorn des Fahrzeugs niemanden stört. Freilich werde „nicht ständig Lärm sein“.

Harburg wird ab April der sechste Standort einer Rettungswache im Landkreis Donau-Ries – neben Donauwörth, Rain, Monheim, Nördlingen und Oettingen. An jeder der Wachen ist ein RTW stationiert.

Ein Gutachter im Auftrag der Krankenkassen hatte Harburg als sinnvollen zusätzlichen Standort ermittelt. Bislang hatte der Rettungsdienst in manchen Bereichen Mühe, bei Notfalleinsätzen innerhalb der vorgeschriebenen Fristen vor Ort zu sein.

Harburgs Bürgermeister Wolfgang Kilian begrüßt diese Entscheidung: „Die Zentralität Harburgs rechtfertigt das, noch besser geht es nicht.“ Von Harburg aus könnten schließlich die Rettungskräfte in Nördlingen, Donauwörth und Monheim gut unterstützt werden. So könne die Wache die umliegenden Einsatzkräfte in Spitzenzeiten entlasten. Die Rettungswache in Harburg wird mit zwei bis drei Rettungskräften besetzt sein. Fünf oder sechs Planstellen werden dadurch geschaffen, aber auch Ehrenamtliche werden Rudolph zufolge dort beschäftigt.

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