Newsticker

Lauterbach: Bundesregierung soll Signal gegen angekündigte Lockerungen in Thüringen setzen
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Wohlfühlkonzert zum seelischen Aufwärmen

Musikalische Reise

16.05.2019

Wohlfühlkonzert zum seelischen Aufwärmen

Ein zauberhaftes Duo: Josefin Melchior und Hansi Zeller.
Bild: Ulrike Hampp-Weigand

Das Duo „Zeitklang“ mit Josefin Melchior und Hansi Zeller macht seine Besucher glücklich

Es war einfach ein schöner Abend, ein richtiges Wohlfühlerlebnis zum seelischen Aufwärmen – der Abend mit dem Duo „Zeitklang“: Josefin Melchior und Hansi Zeller. Mit Geige, Gitarre, Akkordeon und Trompete ausgestattet unterhielten sie auf ihrer Tour quer durch den Kontinent, angereichert mit Couplets aus den 20er-Jahren, das angeregte Publikum aufs Angenehmste. Trügen sie Etikett, müsste drauf stehen: für Alt und Jung, für Mütter und Kinder und Omas und Opas. Denn alle waren sie auch versammelt und wurden großartig von Melchior und Zeller unterhalten.

Die beiden sind von Kindesbeinen an mit Volksmusik vertraut. Er ist Allgäuer, aus Obergünzburg stammend, sie Bäckerstochter aus Breitbrunn am Ammersee. Josefin Melchior im Besonderen – sie spielte in ihrer „Familiengruppe aus der Bäckerei Meindl“, ging dann nach Wien, wo sie ihr Geigen- und Tonmeister-Studium absolvierte. Äußerst gefragt als Tonmeisterin für Kammermusik, Orchester und Solisten, aber ebenso Volksmusikgruppen tätig, ist sie auch mit Leib und Seele Musikantin.

Johann Zeller wiederum ist nicht nur gefragter Akkordeonist, sondern auch engagierter Musiklehrer, gibt im eigenen Verlag Schulen und Noten für Akkordeon heraus. Er hat sich als (auch am Richard-Strauß-Konservatorium) ausgebildeter Musiker schon früh für andere Kulturen interessiert.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Es war daher zauberhafte, unbekannte und sehr bekannte Musik, inspiriert auch von Johannes Brahms bis Astor Piazolla – Weltmusik eben – zu hören: Vom zärtlichen französischen Valse Musette, melancholisch-schwungvollen irischen Folk Song, temperamentvollem ungarischen Czárdás, feuriger spanischer Seguidilla, laszivem argentinischem Tango, aufmüpfigem bayerischen Zwiefachen, fröhlichem Allgäuer Landler (und Liebeslied: „I love you“ übersetzt sich allgäuerisch „s könnt minder sein“), und verwirklicht von Hansi Zeller, der diese Musik komponiert und unnachahmlich auf seinem Akkordeon meisterhaft vorgeführt hat.

Die geigerischen Einwürfe seiner Partnerin Fini waren nun wirklich aber auch nicht zu verachten! Sie erzählte den amüsierten Damen auch, sie sollten besser „einen Alten“ nehmen, den müsse man nicht mehr herausfüttern, und außerdem sei er bei guter Pflege handsam und treu. Und dann stimmte er noch ihr Loblied an auf den muskelbepackten, tätowierten Aloiiiiis (unglaublich, wie man diesen hierfür eigentlich völlig ungeeigneten Vornamen musikalisch liebevoll auszieren kann), und einfach so manch anderes, das vom Publikum chorisch und mit kräftigem „Hej!“ bestens unterstützt wurde.

Unmerklich ging das Programm in die Zugaben über, die dann gar kein Ende nehmen wollten, nachdem noch einmal das ganze Auditorium mit „Schnucki nach Kentucky“ getrampt war. Doch ein letzter, sanft streichelnder Valse Musette als „Rausschmeißer“ entließ lauter glückliche Besucher in den nasskalten Samstagabend.

Fürwahr, eine zauberhafte Visitenkarte, die dieses wunderbare Duo in Schwaben abgegeben hat!

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren