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Wolferstadt
08.06.2021

Schwer gebissenes Reh bei Wolferstadt: Polizei ermittelt Hundehalter

Ein Rottweiler (Symbolbild) hat nahe Wolferstadt ein Reh tödlich verletzt.
Foto: Alexander Kaya

Ein 34-Jähiger wird angezeigt, weil sein Hund ein Reh fast zu Tode gebissen hatte. Eigentlich hätte er seinen Rottweiler gar nicht halten dürfen.

Beamte der PI Donauwörth haben den Hundehalter ermitteln, dessen Tier Ende April ein Reh bei Wolferstadt gerissen hat. An diesem Tag wurde durch einen Zeugen beobachtet, wie ein freilaufender Hund ein Reh hetzte, abfing und sich schließlich in diesem verbiss. Ein verständigter Jagdpächter musste das schwerstverletzte, aber noch lebende Reh von seinem Leid erlösen.

Bilder des wildernden Hundes wurden der PI Donauwörth übermittelt, wo ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Im Rahmen umfangreicher Maßnahmen konnte nun gesichert festgestellt werden, dass es sich bei dem angreifenden Rottweiler um das Tier eines 34-jährigen Mannes aus einer Nachbargemeinde handelte.

Der Hund war zudem weder bei der zuständigen Gemeinde angemeldet noch hätte dieser überhaupt gehalten werden dürfen, da für den sogenannten „Listenhund der Kategorie2“ kein vorgeschriebenes Negativzeugnis ausgestellt war. Der Hundehalter wurde wegen Verstößen nach dem Bayerischen Jagdgesetz sowie dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz angezeigt.

Noch mehr Tiere lebten bei dem Hundehalter - im Zwinger und ohne Wasser

Da von den Beamten vor Ort zudem festgestellt wurde, dass zwei weitere, ebenfalls nicht angemeldete Hunde in dem gleichen Zwinger lebten und obendrein keinerlei Wasser für die Tiere bereitstand, erfolgten weitere Anzeigen gegen den Hundehalter. Das zuständige Veterinäramt wurde informiert.

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