1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Wurm muss noch diese Woche gehen

Krankenhäuser

03.07.2013

Wurm muss noch diese Woche gehen

Verwaltungsrat wartet im Fall seines Stellvertreters noch ab. Busse startet am 8. Juli

Von Carl Völkl

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Donauwörth Mit Ablauf dieser Woche wird das Arbeitsverhältnis mit gKU-Vorstand Gerhard Wurm beendet werden. Im Fall seines verbeamteten Stellvertreters Bernhard Schmid soll noch das Ergebnis des Bayerischen Prüfungsverbandes abgewartet werden, der die Millionenpleite des Kommunalunternehmens aufgedeckt hat. Dies hat der gKU-Verwaltungsrat gestern Nachmittag in seiner nicht öffentlichen Sitzung in Donauwörth mehrheitlich beschlossen.

Noch am gleichen Abend unterzeichnete Stefan Rößle im Namen des Verwaltungsrates die außerordentliche Kündigung. Die Zeit drängte, weil nach Auffassung eines vom gKU beauftragten Arbeitsrechtlers die Kündigung innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Kenntnis des Verwaltungsrates von dem Finanzdebakel ausgesprochen werden muss.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Unberührt davon ist eine womöglich zu erwartende Abfindung von Wurm in der Größenordnung von einer halben Million Euro.

Gerhard Wurm soll das Unternehmen Ende dieser Woche verlassen, der neu berufene Vorstand Jürgen Busse bereits am kommenden Montag, 8. Juli, seine Arbeit aufnehmen. Noch nicht entschieden ist, ob es – wie bisher – einen weiteren gleichberechtigten Vorstand geben wird. Diesen Posten nahm Ulrich Seidel quasi als Vertreter Nördlingens ein, der bekanntlich seinen Hut nahm.

Wie gKU-Vorsitzender Stefan Rößle nach der gestrigen Sitzung gegenüber unserer Zeitung mitteilte, könne es durchaus möglich sein, dass künftig nur noch ein Vorstand mit einem Stellvertreter das Unternehmen leiten werde. Einig war sich der Verwaltungsrat nämlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vorständen Wurm und Seidel nicht funktioniert habe. Das hat offenbar auch die Anhörungen Wurms und Schmids vor dem Verwaltungsrat ergeben. Einen Auftrag, auch Ex-Vorstand Seidel zu dem Desaster zu befragen, hat Rößle eigenen Worten zufolge gestern nicht vom Verwaltungsrat bekommen: „Das kann noch gefordert werden, wir haben ja noch einige Sitzungen vor uns.“

Weiterhin wird auf das Gutachten gewartet

Wie es nun im Einzelnen zu dem Sechs-Millionen-Defizit gekommen ist, darüber herrscht auch nach der gestrigen Verwaltungsratssitzung noch keine Klarheit. Die soll endlich das Gutachten des Prüfungsverbandes bringen, das bis Ende des Monats erwartet wird. Rößle: „Wurm und Schmid haben natürlich die Situation so dargestellt, wie sie es empfunden haben.“

Dennoch zeigte sich Rößle zufrieden mit der Sitzung: „Es wurde intensiv diskutiert, wir haben ein wenig Licht ins Dunkel gebracht und wir sind mit der Kündigung Wurms und den Start von Jürgen Busse nächste Woche einen Schritt weiter. Es ist eine schwierige Gemengelage, aber sie beinhaltet auch die Chance zum Neuanfang. Jeder Verwaltungsrat ist gewillt, die Situation zu verbessern, und es ist der feste Wille, Dinge, die schlecht gelaufen sind, künftig anders hinzubekommen.“

Mit dem Prüfungsbericht erwartet sich Rößle auch Aufschluss über das zu erwartende Defizit des gKU in diesem Jahr.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren