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Lebensretter

16.11.2019

Zehn Jahre nach Typisierung wurde sie Spenderin

Spendete ihre Stammzellen: Annett Reithmeier.
Bild: Lehenberger

Annett Reithmeier aus Feldheim gab ihre Stammzellen für eine todkranke Frau aus den USA

Zehn Jahre ist es her, dass Annett Reithmeier aus Feldheim sich hat typisieren lassen. Damals war der Anlass die Suche nach einem genetischen Zwillinge für Florian aus Münster. An diesem Tag regnete es in Strömen, sodass das Rahmenprogramm größtenteils ins Wasser fiel. Trotzdem kamen viele Besucher aus der näheren Umgebung. 222 davon ließen sich mit einem Wangenabstrich neu bei der DKMS aufnehmen.

Reithmeier aus Feldheim war eine davon. Sie raffte sich trotz des strömenden Regens auf und machte sich auf den Weg ins Rainer Schloss. Ihre Motivation: „Ich bin dankbar, zwei gesunde Kinder zu haben, und wäre froh, wenn ein Spender da wäre, sofern aus unserem Umfeld jemand betroffen wäre.“ Und genau sie war es dann, die vor einem Jahr als erste Spenderin aus diesem Aufruf einer Amerikanerin die Chance auf ein neues Leben schenken konnte.

Überrascht war sie schon, als dann im Juli 2019 ein Brief von der DKMS kam, dass sie in der engeren Auswahl für einen Patienten sei. Nach der Feintypisierung und dem Gesundheitscheck stand fest: Sie war die passendste Spenderin. Bereits am 17. September wurden ihr nach der Stammzellstimulation in zweieinhalb Stunden im Klinikum in Nürnberg die überschüssigen Stammzellen aus dem Blut gefiltert. „Das war eine Turbospende“, bemerkten die Ärzte.

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Die 43-jährige weiß, dass sie einer in etwa gleichaltrigen Amerikanerin die Chance auf ein neues Leben schenken und dass diese aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Freuen würde sich Annett Reithmeier, wenn sie ihren jetzt 100-prozentigen genetischen Zwilling in einem Jahr kennenlernen dürfte. „Es ist ein unheimlich schönes Gefühl, einem anderen Menschen die Chance auf ein neues Leben zu schenken.“

Jetzt hilft die engagierte Feldheimerin mit, weitere Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig jede Unterstützung ist.

Damals, in Rain, kamen 17000 Euro an Geldspenden zusammen. Erdgas Schwaben und auch die Steuerkanzlei Wittmeier aus Wallerdorf legten jeweils noch mal 1000 Euro drauf und die Schinkenversteigerung beim Sommerfest des TSV Oberndorf brachte 600 Euro, ebenso eine Spende von 2500 Euro des Gartenbaubetriebs Alexandra und Christian Hartmann mit der Hanse-Merkur-Versicherung. (dz)

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