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Kabarett

04.12.2017

Zuckergebäck und andere Naschereien

Die MALeDiven hatten in Blossenau einen begeisternden Auftritt. Hier zwei von ihnen: Michaela Zeitz (links) und Annette Lubosch
Bild: Eva Münsinger

Das neue Kulturangebot in Blossenau „Konzert & Kuchen“ feiert mit dem Auftritt der MALeDiven eine gelungene Premiere

Für Naschkatzen war allein schon das Kuchenbüfett der Blossenauer Frauen Grund genug, alle guten Vorsätze über Bord zu werfen. Über 80 Besucher machten es sich am Sonntagnachmittag im neuen „B+Leben-Raum“ des Natur- und Umweltbildungszentrums gemütlich und genossen die Premiere der neuen Veranstaltungsreihe „Konzert & Kuchen“ mit dem Kabarett-Trio MALeDiven.

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Michaela Zeitz (Sopran), Annette Lubosch (Mezzosopran) und Claudia Wagner (Klavier) servierten musikalisches Zuckergebäck allererster Sahne. Große Meister wie Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauß und Robert Schumann hatten es zu ihrer Zeit gekonnt verstanden, die menschliche Schwäche für Naschereien in Lieder umzusetzen. Und auch in der Literatur finden sich unterhaltsame Texte dazu.

Die MALeDiven boten, was ihr Name verspricht: Musik, Kunst, Literatur. Die gebürtige Donauwörtherin Michaela Zeitz singt Liederabende und Kirchenkonzerte im In- und Ausland. Auch Annette Lubosch ist eine gefragte Vokalistin. Ihre Konzertreisen führen sie rund um die Welt. Der Schwerpunkt der Pianistin Claudia Wagner liegt in der Liedbegleitung mit einem großen Repertoire vom Barock bis zum Jazz. Die Chemie zwischen den Diven stimmt, und so sprang in Blossenau der Funke schon beim ersten Lied – Johann Sebastian Bachs Komposition „Ei, wie schmeckt der Kaffee süße“ – über.

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Die MALeDiven entführten ihr Publikum in eine bunte Welt der Genüsse und menschlichen Schwächen. Bekannte Wiener Lieder wie „Mehlspeis“ und „Salzburger Nockerl“ wechselten sich mit Jacques Offenbachs „Barkarole“ und Robert Schumanns „Träumerei“ ab. Texte von Eugen Roth und Erich Kästner ließen das Publikum schmunzeln. Annette Lubosch und Michaela Zeitz sind gesanglich und schauspielerisch ein perfektes Duo mit vielen Facetten: als frecher Hänsel und brave Gretel mit „Suse, liebe Suse“ von Engelbert Humperdinck, genießerisch und hingebungsvoll oder auch verführerisch und lasziv wie Annette Lubosch als „Kleptomanin“.

Das Publikum honorierte die gelungene Mischung aus Musik, Gesang und feinsinnigem Kabarett mit anhaltendem Applaus. Die neue Veranstaltungsreihe „Konzert & Kuchen“ (jeweils am Sonntagnachmittag), deren Start somit geglückt ist, soll laut Veranstalter mit je zwei Konzerten pro Jahr fortgesetzt werden.

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