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Deutsche Bahn

15.05.2019

Zug beschädigt Oberleitung: Stillstand im Bahnhof Donauwörth

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Dieser Triebzug hat beim Rangieren im Bahnhof in Donauwörth einen Schaden an der Oberleitung verursacht.
Bild: Wolfgang Widemann

Nach einem Vorfall in Donauwörth mussten sich viele Bahnfahrer in der Region in Geduld üben. Stundenlang kam es zwischen Augsburg und Treuchtlingen zu Behinderungen.

Ein Schaden an einer Oberleitung im Donauwörther Bahnhof hat am Dienstag im Feierabendverkehr zu massiven Verspätungen und einer Reihe von Zugausfällen geführt. Hunderte von Pendlern und Reisenden mussten sich in den Bahnhöfen und an den Haltestellen in der Region in Geduld üben. Viele kamen nur mit dem Bus, dem Taxi oder dem Privat-Pkw weiter.

Triebzug beschädigt beim Rangieren die Stromleitung

Der Vorfall passierte nach Angaben der Bahn bei Rangierarbeiten. Offensichtlich handelte es sich um einen Triebzug der DB Regio, der normalerweise für die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg („bwegt“) im Einsatz ist.

Dies geschah am Nachmittag im östlichen Bereich des Bahnhofs kurz vor der Brücke über die Donau. Die Bahn setzte die erste Störungsmeldung um 15.50 Uhr ab. Zunächst ging auf den beiden Gleisen in/aus Richtung Augsburg und Ingolstadt nichts mehr. Züge aus Richtung Augsburg endeten in Mertingen. Züge von Treuchtlingen her wurden in den Bahnhöfen zurückgehalten. Die Info an die Reisenden lautete: „Bitte rechnen Sie mit erheblichen Verzögerungen und Teilausfällen.“ Wenig später stellte die Bahn auch den Zugverkehr auf der Strecke Donauwörth – Nördlingen ein. Züge aus dem Ries endeten in Wörnitzstein.

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Berufsschüler fahren erst Zug, dann Bus und schließlich Auto

Zwischen Mertingen und Donauwörth richtete die Bahn einen Schienenersatzverkehr ein. An der Bushaltestelle und in der Bahnhofshalle in Donauwörth warteten viele Pendler. Dazu gehörten auch einige Berufsschüler aus dem Donau-Ries-Kreis. Sie waren kurz vor 16.30 Uhr in Augsburg gestartet, um nach Nördlingen beziehungsweise Otting zu gelangen. Bis Mertingen ging es mit dem Zug, dann fuhren sie im Bus nach Donauwörth. Dort war vorerst Endstation. Gegen 18.30 Uhr ließen sich die jungen Leute in Autos abholen.

Spezialisten der Bahn vor Ort

Zu diesem Zeitpunkt nahm die Bahn den Zugverkehr erst nach Augsburg und dann nach Treuchtlingen teilweise wieder auf. Die Störung bestand auch am späteren Abend weiterhin, allerdings kam es nach Angaben der Bahn zu keinen nennenswerten Auswirkungen mehr. Experten der Bahn, die auch mit einem Spezialfahrzeug vor Ort waren, versuchen den Schaden zu beheben. Erst in der Nacht gegen 3 Uhr gelang dies. Der Pendlerverkehr am frühen Mittwochmorgen war von der Oberleitungsstörung nicht mehr betroffen.

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